Wechsel in der SPD-Fraktion

Bert Riesterer folgt auf Wolfgang Petter im Staufener Rat

Hans-Peter Müller

Von Hans-Peter Müller

Do, 29. Juli 2021 um 16:47 Uhr

Staufen

In der SPD-Fraktion des Staufener Gemeinderats gibt es einen Wechsel: Wolfgang Petter zieht sich aus Altersgründen zurück. Für ihn kommt Bert Riesterer, für den es ein Comeback ist.

Die Verabschiedung von Wolfgang Petter

"Sie sind ein sympathischer und humorvoller Mensch, der durch seine profunde Ortskenntnis besticht und dessen Anekdoten unsere Ratsrunde stets bereichert haben." So viel Lob von Staufens Bürgermeister Michael Benitz quittierte Wolfgang Petter in seinen Dankesworten mit dem ihm eigenen trockenen Humor: "Es war nicht möglich, mit einem hier Krach zu kriegen."

Vorangegangen war die offizielle Verabschiedung aus dem Rat der Stadt Staufen, in den Petter dreimal für die SPD gewählt worden war: 2009 mit 1136, 2014 mit 1423 und 2019 mit 1566 Stimmen. Bereits in der Mai-Sitzung hatte das Gremium dem Antrag von Petter auf "Ausscheiden aus wichtigem Grund" entsprochen, "schließlich bin ich nicht allzu weit weg vom 80. Lebensjahr", wie der "Alterspräsident" des Rates feststellte.

Der frühere Hauptschullehrer habe sich auch durch heimatgeschichtliche Veröffentlichungen hervorgetan, lobte Bürgermeister Benitz Petters "Schulgeschichten" im Rathaus-Blatt und aktuell seinen Beitrag über die Zeit zwischen den Weltkriegen in der großen neuen Stadtchronik. Ein Exemplar der Publikation zum 1250-Jahr-Jubiläum der Stadt, das öffentlich erst nach der Sommerpause vorgestellt werden soll, erhielt Petter neben anderen Präsenten vorab. Wohlwollender Applaus und ein besonderer Dank von SPD-Fraktionssprecher Thomas Mengel ("Wir lassen Dich ungern ziehen") waren Petter sicher.

Die Verpflichtung von Bert Riesterer

Für den ausgeschiedenen Gemeinderat Wolfgang Petter rückt Bert Riesterer ins Staufener Gremium nach. Diesem gehörte er bereits seit 2014 an, als er mit 1072 Stimmen als Vierter in die SPD-Fraktion einzog. Vor allem, weil die Unechte Teilortswahl abgeschafft und der Rat dadurch kleiner wurde, verlor die SPD bei der Wahl 2019 einen Sitz und die 1362 Stimmen, die Bert Riesterer erzielt hatte, reichten nicht mehr. Riesterer, der auch bei der Feuerwehr und der Schelmenzunft engagiert ist, übernimmt Petters Plätze im Bauausschuss, im Arbeitskreis Hebungsrisse, im Partnerschaftsausschuss Bonneville und der Verbandsversammlung des GVV mit Münstertal. Bürgermeister Benitz verpflichtete Bert Riesterer in der Ratssitzung am Mittwoch im Foyer der Belchenhalle auf sein Amt.