Coronakrise

Betretungsverbot sowie spezielle Regeln für Beerdigungen und Trauungen in Müllheim

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 20. März 2020 um 14:10 Uhr

Müllheim

Die Stadt Müllheim schließt sich dem vom Landkreis empfohlenen Betretungsverbot für öffentliche Plätze an. Außerdem erlässt sie spezielle Regeln für Beerdigungen und Eheschließungen.

Die Stadt Müllheim schließt sich der Empfehlung des Landkreises Breisgau-Hochschwarzwald an und erlässt eine Allgemeinverfügung über ein Betretungsverbot für öffentliche Orte zur Eindämmung des Coronavirus’. Damit handelt Müllheim analog der einheitlichen Verfahrensweise in der Region Freiburg. Danach ist das Betreten öffentlicher Orte untersagt. Das Haus darf man nur noch in dringenden Angelegenheiten verlassen. Personen können weiter zur Arbeit, zum Arzt oder zum Lebensmittel einkaufen gehen. Aufenthalte im Freien sind alleine, zu zweit möglich oder mit den Personen, die im eigenen Haushalt leben, möglich. Von allen Personen muss ein Mindestabstand von 1,50 Meter eingehalten werden. Die Allgemeinverfügung tritt am Samstag, 21. März, um 0 Uhr in Kraft. Sie gilt zunächst bis zum 3. April. Der Wortlaut der Allgemeinverfügung wird auf der Homepage der Stadt Müllheim (www.muellheim.de) veröffentlicht.

Wie die Stadt Müllheim in einer Pressemitteilung erklärt, sind mit dieser Allgemeinverfügung auch Bußgelder möglich, sofern Verstöße gegen das Betretungsverbot von öffentlichen Straßen und Plätzen vorliegen. "Bedauerlicherweise haben wir so auf die zahlreichen Verstöße gegen die bereits erlassenen Allgemeinverfügungen und Rechtsverordnungen und auf den teilweise sehr sorglosen Umgang damit zu reagieren. Dabei stehen ohne Frage Menschenleben auf dem Spiel. Wir appellieren an unsere Bürgerinnen und Bürger die Vorgaben einzuhalten und so die Verbreitung des Virus möglichst zu verzögern", erklärt Müllheims Bürgermeister Martin Löffler.

Regeln für Beerdigungen

Darüber hinaus hat die Stadt Müllheim weitere Regelungen für Beerdigungen und Eheschließungen erlassen. Für Beerdigungen gelten folgende Bestimmungen:
  • In den Aussegnungshallen auf dem Zentralfriedhof Niederweiler und Stadtfriedhof "alt" dürfen bis auf Weiteres keine Trauerfeiern durchgeführt werden.
  • Trauerfeiern dürfen nur noch direkt im Freien, ausschließlich an der Grabstelle des Beizusetzenden oder zu bestattenden Verstorbenen stattfinden.
  • Der Teilnehmerkreis an den Trauerfeiern ist auf die engsten Familienangehörigen begrenzt und darf je Beisetzungs- oder Bestattungsfall die maximale Personenanzahl von 20 Personen (inklusive Pfarrer, Trauerredner, Sargträger, etc.) nicht übersteigen. Die Entscheidung über die Zugehörigkeit zu dem Personenkreis der "engsten Familienangehörigen" treffen die Angehörigen in Eigenverantwortung.
  • Die Bereitstellung und Mitnahme von Grabutensilien an den Grabstellen ( zum Beispiel Weihwasserkessel, Weihwasserpinsel, Erdschaufel und ähnliches) ist untersagt.
  • Zur Vermeidung eines Ansteckungsrisikos erfolgt die dringende Empfehlung, auf den Verzicht von körperlichen Gesten der Kondolenz und Anteilnahme (Umarmungen, Küsse, Händeschütteln) sowie auf die Einhaltung eines Abstands von zwei Metern zwischen den Teilnehmern der Trauergemeinde.
  • Es wird ebenfalls empfohlen, auf Urnenbeisetzungen nebst Trauerfeier zu verzichten. Die Friedhofsverwaltung der Stadt Müllheim bietet an, dass diese zu einem späteren Zeitpunkt ohne weitere zusätzliche Gebühren nachgeholt werden kann.

Regeln für Trauungen

Für Eheschließungen gelten ab sofort folgende Regelungen:
  • Die Eheanmeldungen werden ab sofort ausschließlich schriftlich durchgeführt.
  • Es wird nur noch das Trauzimmer im großen Saal im Markgräfler Museum, der gut zu belüften ist, genutzt. Alle anderen Trauzimmer werden bis auf Weiteres für die Nutzung gesperrt.
  • Die Sitzplätze sind so angeordnet, dass ein Abstand von mindestens 1,5 Metern gewährleistet ist.
  • Es sind keine Gäste erlaubt. Lediglich das Brautpaar, falls erforderlich ein Dolmetscher, ein Fotograf und ein Standesbeamter dürfen anwesend sein.
  • Sektempfänge sind nicht möglich.
  • Die Eheschließung erfolgt im würdevollen Rahmen, jedoch so zügig wie möglich.