Miese Masche

Betrüger geben sich bei Gundelfingern am Telefon als Microsoft Mitarbeiter aus

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Do, 22. Oktober 2020 um 17:55 Uhr

Gundelfingen

In mindestens zwei Fällen versuchten Betrüger, einen Zugriff auf den Computer von Gundelfingern zu erhalten. Am Telefon gaben sie sich als Mitarbeiter von Microsoft aus. Laut Polizei häufen sich die Fälle.

In den vergangenen Monaten versuchten Betrüger mit der gleichen Masche am Telefon, auf Computer anderer Menschen zugreifen zu können, wie die Polizei nun mitteilt. So kam es in Gundelfingen am Freitag, 16. Oktober, und am Montag, 19. Oktober, zu betrügerischen Anrufen, bei denen sich die Täter als "Microsoft Mitarbeiter" ausgaben. Beim ersten dieser Vorfälle sei es "durch das besonnene Verhalten der Angerufenen" beim Versuch geblieben. Beim zweiten Fall sei bislang noch nicht geklärt, ob ein Schaden entstanden ist.

Die Täter würden am Telefon mitteilen, dass das Betriebssystem des Computers der angerufenen Person Probleme bereiten würde. Im weiteren Verlauf des Gesprächs würden sie laut Polizei verschiedene Anweisungen geben, die am Ende dazu führten, dass die Täter auf den Computer zugreifen können. Meistens werde im Anschluss versucht, Geldtransfers über das Online-Banking zu tätigen.

Bei Verdacht auflegen

Um die Bürger vor solchen Betrugsmaschen zu schützen, rät die Polizei, immer direkt aufzulegen, wenn ein vermeintlicher Service-Mitarbeiter ungebeten anruft. Schließlich würden Unternehmen wie Microsoft nicht unaufgefordert Kontakt zu ihren Kunden aufnehmen. Auf keinen Fall sollten Menschen am Telefon Kontodaten, Kreditkartennummern oder Zugangsdaten zu Kundenkonten wie Paypal herausgeben. Auch warnt die Polizei davor, Unbekannten beispielsweise mit der Installation einer Fernwartungssoftware Zugriff auf den privaten Computer zu gestatten.
Ähnliches erlebt?

Wer den Verdacht hat, ebenfalls Opfer eines betrügerischen Anrufs geworden zu sein, sollte den Notrud Tel. 110 wählen.
Hier finden Sie mehr Informationen zu dieser Betrugsmasche.