Heilmethoden

Was kann die Schulmedizin von der Homöopathie lernen?

Katharina Meyer

Von Katharina Meyer

Sa, 22. September 2018 um 15:05 Uhr

Bildung & Wissen

BZ-Plus Methodisch überzeugende Studien für die Wirksamkeit der Globuli gebe es keine, sind Kritiker sich einig. Dennoch schneiden Patienten mit homöopathischer Behandlung in einigen Studien gut ab: Sie sind langfristig zufriedener.

Die politische Debatte
Gesundheitspolitiker der Koalition und Spitzenvertreter des Gesundheitswesens haben sich erst in der Vorwoche kritisch zu Wort gemeldet. So fordert Josef Hecken, Vorsitzender des gemeinsamen Bundesausschusses, die Kostenübernahme der Homöopathie durch die gesetzlichen Kassen abzuschaffen, ebenso die Apothekenpflicht für homöopathische Medikamente, da der Wirkungsnachweis fehle. Im Frühjahr gab es auf dem deutschen Ärztetag einen Vorstoß von Homöopathiekritikern. Sie forderten, die Zusatzbezeichnung Homöopathie zu streichen – und scheiterten.

Natalie Grams, Medizinerin und ehemalige Homöopathin, wertet die Debatte als Erfolg der eigenen Arbeit: 2016 hatte sie mit Mitstreitern in Freiburg das kritische "Informationsnetzwerk Homöopathie" gegründet, das sie leitet. "Wir haben eine Menge erreicht", findet sie. So sei die Homöopathie zuletzt in vielen Medien kritisch diskutiert worden. Nach Jahren des Wachstums stagnierten die Umsätze mit homöopathischen Medikamenten im vergangenen Jahr.

Cornelia Bajic, Vorsitzende des Deutschen Zentralen Verbandes homöopathischer Ärzte, dagegen findet, die Lage des Fachgebiets sei, "in Anbetracht der Angriffe in den letzten Jahren noch recht gut". Die Patienten hätten sich von der, wie sie sagt, "weltweiten Kampagne" kaum beeindrucken lassen. "Hinter dieser steckt eine kleine Gruppe von Menschen, die meint, sie müsste die Welt von der Homöopathie befreien", diagnostiziert Bajic. "Alle anderen sind zufrieden, wie es ist."

Die Forschungslage
Die Debatte um die Homöopathie ist tatsächlich international – und eng verknüpft mit dem ...

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