Wetterkatastrophen

Wie Experten Überschwemmungsgefahr berechnen

Sven Titz und Wulf Rüskamp

Von Sven Titz & Wulf Rüskamp

Sa, 08. Oktober 2016 um 00:00 Uhr

Bildung & Wissen

Starkregen hat in diesem Jahr in Deutschland schwere Schäden verursacht und mehrere Menschen getötet. Er lässt sich schwer vorhersagen – aber wie und wo er sich auswirkt, kann berechnet werden.

Das Jahr 2016 war das Jahr der Sturzfluten. Am 29. Mai wurde Braunsbach im Kochertal unter Wasser gesetzt, nur zwei Tage später erwischte es Simbach in Ostbayern, wo sogar mehrere Menschen ums Leben kamen. In beiden Fällen war Starkregen die Ursache für die Überschwemmungen. Auch andere Orte wie Waldkirch bekamen die Folgen heftiger Niederschläge mit: Plötzlich schießt vom Berghang Wasser ins Tal und reißt Steine, Baumstämme, Autos mit sich.

Lokale Vorhersagen sind schwierig
Anders als beim Hochwasser der Flüsse handelt es sich dabei um sehr kleinräumige, gleichwohl zum Teil sehr gewalttätige Überflutungen – für die es keine präzise Vorwarnung gibt. Der Deutsche Wetterdienst kündigt zwar Starkregen – pro Stunde mehr als 25 Liter pro Quadratmeter Niederschlag – an. Aber wo und wann genau dieses Ereignis eintreten wird, das lässt sich nicht vorhersagen. Kleine Änderungen können große Wirkungen haben.

Wären die regenschweren Wolken, aus denen neun Zentimeter Wasser binnen einer Stunde fielen, beispielsweise über das kleine Tal hinter Braunsbach hinweggezogen – es wäre wohl alles ganz anders gekommen. "Lokale Vorhersagen sind brutal schwer – wenn überhaupt, dann geht das nur mit Verwendung von Regenradar", sagt die Hydrologin Ute Badde von der Zentrale des Deutschen Wetterdienstes für Baden-Württemberg in Karlsruhe.

Wo nicht rechtzeitig ...

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