Der Hirn-Hack

Wie Forscher das Gedächtnis bis zum Superhirn erweitern wollen

Eva Wolfangel

Von Eva Wolfangel

Fr, 23. Februar 2018 um 22:00 Uhr

Bildung & Wissen

BZ-Plus Forscher arbeiten daran, unser Gedächtnis technisch zu erweitern – Manipulationsgefahr inklusive. Viele der Projekte setzen aber auch bei Menschen an, die ihre Erinnerungen zu verlieren drohen.

Gestern war ereignislos. Wie so oft hat Albrecht Schmidt den ganzen Tag am Computer gesessen. Ein Programm geschrieben, das am Ende nicht funktionierte. Mails. Anträge. "Und abends fragt man sich: Was habe ich eigentlich getan?", sagt der Informatiker an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität. Gerade Wissens-Arbeiter sind häufig frustriert, weil der Output ihrer Arbeit wenig sichtbar ist. Das kann bis zu Depressionen führen.

War gestern tatsächlich ereignislos? Schmidts Laptop ist anderer Meinung: Er präsentiert ihm eine fünfminütige Diashow von Screenshots des Vortages, zwei Bilder für jede Minute, im extremen Zeitraffer zusammengeschnitten. Als Außenstehender bleibt man ratlos: Die Bilder laufen viel zu schnell. "Aber ich kann sehen, wie ich gearbeitet habe: Was ich gemacht habe, wie schnell – und vor allem, was ich gelernt habe", sagt Schmidt.

Beim Programmieren hat er einige Tutorials geschaut und vieles nachgeschlagen. Und er hat angefangen, eine Unterkunft für die Summerschool zu suchen, und wurde unterbrochen. Auch das zeigt ihm die schnelle Zusammenfassung. "Das hätte ich vergessen", sagt er, ebenso die angefangene Mail an den Dekan, die kurz aufploppt und offenbar noch im Entwürfe-Ordner schlummert. "Die Erinnerung ist da, nur der Schlüssel dazu nicht immer."

So ...

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