Verkehrsplanung

Bis Ende 2021 soll’s ein Konzept für den Waldkircher Radverkehr geben

Sylvia Sredniawa

Von Sylvia Sredniawa

Mo, 03. Mai 2021 um 15:01 Uhr

Waldkirch

Bis etwa Ende 2021 soll ein Maßnahmenpaket für die Verbesserung des Radverkehrs in Waldkirch erarbeitet werden. Damit beauftragt ist die Rapp Trans AG aus der Schweiz.

Die Freiburger stellvertretende Büroleiterin von Trans Rapp, Therese Lüthi, gab in der Gemeinderatssitzung dazu Auskunft. Das Radverkehrskonzept fußt auf dem Waldkircher Klimaschutzkonzept. Ziel sind durchgängige, direkte und sichere Radwege und eine Radbevorzugung gegenüber dem weiteren rollenden Verkehr, stellte Lüthi dar. Von Rapp Trans werden dabei zwei Module bearbeitet: Zum einen das Mobilitätskonzept Radinfrastruktur mit Bestands- und Mängelanalyse, Definition von Zielen, Maßnahmenpaket und Prioritätenempfehlung. Auch Überlegungen für sichere und geschützte Radabstellplätze gehören dazu.

Schulwegpläne für sicheren Rad- und Fußverkehr

Modul 2 soll Schulwegpläne für den Rad- und Fußverkehr enthalten. Für die Datenerfassung werden unter anderem Befragungen von Schülern, Lehrern, Eltern sowie der Polizei vorgenommen. Ziel sind die Beseitigung von Gefahrenstellen und Maßnahmen zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs. Dazu werden die Schüler auch nach Gründen für ihr Mobilitätsverhalten gefragt und was einem Wechsel aufs Fahrrad eventuell entgegen spricht. Zum zügigen Fortgang der Untersuchungen und Konzeptentwicklung hofft Therese Lüthi darauf, dass möglichst noch vor den Sommerferien die Schüler-Interviews stattfinden können, sie räumte aber ein, dass es dafür eigentlich einen geregelten Schulbetrieb brauche.

Anbindung von jetzigen und künftigen Baugebieten

Generell sei die Bürgerbeteiligung am Konzept wichtig, damit das entwickelte Maßnahmenpaket später auch von der Bevölkerung akzeptiert und angenommen wird. Oberbürgermeister Roman Götzmann bat darum, die Anbindung von geplanten Baugebieten ins Radverkehrskonzept gleich mit zu bearbeiten. Alexander Schoch (DOL) bezeichnete es als wünschenswert, die im Rahmen der Diskussionen zum Klimaschutzkonzept gebildete AG Mobilität mit einzubeziehen. Von der Arbeitsgruppe waren auch mehrere Vertreter in der Ratssitzung als Zuhörer anwesend. Klaus Detel (SPD) wollte wissen, ob die geplante Radschnellwegverbindung nach Freiburg ins Konzept einbezogen wird. Dies sagte Therese Lüthi zu, zumal das Schnellwegkonzept ebenfalls bei Rapp Trans bearbeitet wird.