Blasmusik von Harry Potter bis zur Polka

Otmar Faller

Von Otmar Faller

Di, 03. Dezember 2019

Hartheim

Gelungenes Adventskonzert des Musikvereins Feldkirch in der vollbesetzten Seltenbachhalle mit Solistin und Ehrungen.

HARTHEIM AM RHEIN. Ein gelungenes Adventskonzert feierte der Musikverein Feldkirch in der bis auf den letzten Platz besetzten Seltenbachhalle in Feldkirch unter dem Motto "Komm mit Träumen".

Begrüßt und willkommen geheißen wurden die zahlreichen Gäste, unter ihnen die Ehrenvorstände Willi Faller und Werner Hauß, Bürgermeister Stefan Ostermaier, Ortsvorsteherin Antoinette Faller, Kooperator Peter von Zedtwitz sowie Bernhard Metzger, Präsident des Markgräfler Musikverbandes, vom Vorsitzenden Patrick Wick.

Eröffnet wurde das Konzert von der Jugendkapelle Hartheim-Feldkirch unter Leitung von Albert Maier mit den Stücken "Five Continents" von Kees Vlak, sowie Mission: "Impossible Theme" von Lalo Schifrin und am Schluss interpretierte das jugendliche Ensemble auch das bekannte "Pirates of the Caribbean" von Klaus Badelt. Nach einer Zugabe wurden die jungen Musiker zusammen mit ihrem Dirigenten mit großem Beifall verabschiedet.

Verbandspräsident Bernhard Metzger freute sich, dass er aus den Reihen der jungen Musikanten an Cedric Grathwohl das Jungmusiker-Leistungsabzeichen, und an Pauline Kratt, Finley Lämpe, Isabella Pfeifer, Laura Schwarz und Lea-Maria Weismann das Jungmusiker-Leistungsabzeichen in Bronze überreichen konnte. Für das Konzert selbst – die Ansage erfolgte von Aileen Stickel – hatte sich Dirigent Jochen Schwenk bestimmte Klassiker aus Film und Geschichte ausgesucht. Es begann mit "Harry at Hogwarts" von Patrick Doyle, in welchem zwei Themen aus "Harry Potter und der Feuerkelch" bearbeitet wurden. In adagio begonnen steigerte es sich zum Schluss zu einem flotten Marschtempo. In "Alcazar" tauchte man in die spanisch-arabische Geschichte ein, wobei durch den Einsatz verschiedener Register auch solistische Akzente gesetzt wurden. Der "Kaiser-Walzer" von Johann Strauß, arrangiert von Johann Heisig, der im Jahre 1889 in Berlin aufgeführt wurde, begann zur allgemeinen Überraschung im Vorspiel eigentlich nicht im Walzertakt, was sich aber sehr schnell änderte, so dass das Publikum die bekannte Melodienfolge dieses großartigen und bekannten Wiener Walzers in vollen Zügen genießen konnte. Flott ging es mit "Die Schöne und das Biest" in die Pause, bevor der zweite Teil mit "Klezmer Karnival" von Philip Sparke startet. Das Stück begann auch mit schmissigem Tempo, veränderte sich in adagio und kehrte am Ende wieder zum Anfangstempo zurück. Mit "The Wizard of Oz" von Harold Arlen, arrangiert von James Barnes, brachte die Kapelle ein Werk aufs klangvollste zu Gehör, das für den bekannten Film 1939 komponiert wurde. Zu einem reizvollen Kontrast gestaltete dann "Ich gehör nur mir" von Sylvester Levai, arrangiert von Simon Felder, in welchem es um die Geschichte der Kaiserin Elisabeth und ihren höfischen Zwängen geht. Das Orchester war nur begleitend aktiv, denn das Augenmerk des Publikums richtete sich hauptsächlich auf die Solistin Natalia Herm, die ihren Part mit höchster Präzision und großer Ausdrucksstärke interpretierte. Mit dem Stück "Annen-Polka" von Johann Strauss (Sohn), arrangiert von Siegfried Rundel, zeigte sich auch die Vielfalt der Blasmusik. Die Triolen der Klarinetten und Querflöten klappten perfekt bei dieser bekannten Polka. Mit dem schmissigen Stück "With Sword and Lance" von Hermann Starke, arrangiert von Siegfried Grundel, wurde das anspruchsvolle Konzert, nach welchem auch zwei Zugaben gewährt wurden, unter großem Beifall beendet.

In der Pause gab es weitere Ehrungen: Präsident Bernhard Metzger überreichte dabei Roman Hauß, Marco Hauß und Angelika Trentino für 25 Jahre aktives Musizieren die Silberne Ehrennadel es Markgräfler Musikverbandes.