Talente überzeugen auf ganzer Linie

Wolfgang Scheu

Von Wolfgang Scheu

Sa, 25. Mai 2019

Bonndorf

Musical AG und Chor des Bildungszentrums Bonndorf erfüllen "Lampenfieber" mit Leben.

BONNDORF. Nicht weniger als vier Aufführungen des Musicals "Lampenfieber" haben die Musical AG und der Schulchor des Bonndorfer Schulzentrums innerhalb von 24 Stunden auf die Bühne im Paulinerheim gebracht – eine reife Leistung, nicht nur wegen des Arbeitspensums. Wie auch Schulleiter Tilman Frank in der Pause erfreut und voller Bewunderung feststellte: "Die Schule ist viel mehr als nur Mathe, Bio, Englisch und Deutsch. Im laufenden Schulbetrieb merkt man (leider) gar nicht oft genug, welche Talente in den Schülern stecken."

Ihre Gesangs-, Tanz- und Schauspieltalente konnten die vielen Akteure auf und neben der Bühne (im Chor und der Band) bei ihren Auftritten zur Genüge beweisen. Egal ob bei den großen Soli (glänzend: "Paula" – Elena Raufer und Anika Pfeifer, "Tina" – Julia und Laura Szczepan, "Kathi" – Inken Tiedemann und Lara Gampp, "David" – Janina Kromer oder "Maria" – Romy Vesenmayer und Gina Gere ) oder in der Gruppe beim Tanz, im Chor oder in der Band – alle zusammen haben etwas Tolles geleistet. Ihr Elan, die große Spielfreude wurden von den vielen begeisterten Besuchern mit Riesenapplaus belohnt.

Von Lampenfieber wie im Titel des Stückes von Gabi Hofmeister und Matthias Johler war am Donnerstagabend (fast) nichts zu merken. Und wenn, dann schlüpfte Technikchef Frieder Sigloch in seine zweite Rolle als "Mental-Coach". Er stellte Augenkontakt her, winkte, munterte die Darsteller aus der Ferne auf, wenn sie mal einen kleinen Hänger hatten. Dass er einen speziellen Draht zu seinen Schülern hat, merkte man auch am Ende, als die überglückliche Gesamtleiterin Carolin Gleichauf (zusammen mit Larissa Martin) die Namen auf, neben und hinter der Bühne verlas. Bei Frieder Sigloch gab es neben dem Applaus gar ein Kreischkonzert von den Akteuren und Akteurinnen.

Das Stück um die Vorbereitungen für ein Musical handelte von Hoffnungen, Freude, Liebe, aber auch Enttäuschungen, Selbstzweifeln und Abgrenzung. Die Spanne der Emotionen war natürlich breit, und die Akteure haben dies alles wunderbar umgesetzt. Carolin Gleichauf und Larissa Martin schafften es sogar, einen fremden Musiktitel ("Immer wenn wir uns seh’n" von Lea) auf Wunsch der Mitwirkenden ins "Lampenfieber"-Musical einzuschleusen. Der tolle Popsong wurde auch eines von vielen Highlights des Abends.

"Weil sie so viel geschafft haben" kam am Ende die gute Nachricht vom Schulleiter: Für alle gab es am nächsten Tag am Morgen eine Freistunde.

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