Bonus – ja oder nein?

Andrea Gallien

Von Andrea Gallien

Mi, 27. Januar 2016

Merzhausen

Gemeinden im Sprengel diskutieren die Verteilung der Flüchtlinge – und sind nicht einer Meinung.

HEXENTAL/BATZENBERG. Die Frage, wie die Flüchtlinge in den Gemeinden verteilt und mit Wohnraum versorgt werden sollen, beschäftigt die Bürgermeister schon länger. Neuen Gesprächsstoff bietet nun ein Schreiben des Landratsamtes, das die von den Rathauschefs gewünschten Zahlen für 2016 liefert. Diese sollen nun bis Ende Februar in den jeweiligen Sprengeln diskutiert werden. Dabei geht es darum, ob Gemeinden, die bereits Erstunterkünfte des Landkreises haben, diese bei der Anschlussunterbringung in Rechnung gestellt bekommen – was zur Folge hat, dass andere Gemeinden mehr Menschen aufnehmen müssen.

Die Bürger vor Ort machen eigentlich keinen Unterschied: Flüchtling ist für sie Flüchtling. Formal gesehen ist das jedoch nicht so: Es gibt Flüchtlinge in der Erstunterbringung, die vom Landkreis betreut und mit Wohnraum versorgt werden, und es gibt Flüchtlinge in der Anschlussunterbringung – das sind diejenigen, die das Asylverfahren in der Regel bereits durchlaufen haben, und die vom Landkreis in die Obhut der Gemeinden übergeben werden. Dann sind diese für die Versorgung mit Wohnraum verantwortlich. Bei der Erstunterbringung ist der Landkreis davon abhängig, dass Gemeinden ihm Flächen zur Nutzung – bislang meist für Container – zur Verfügung stellen. Dabei standen bislang Orte mit 5000 Einwohnern und mehr im Fokus.

Im Sprengel Hexental-Schönberg-Batzenberg hat nur Ehrenkirchen eine große Erstunterbringung, und zwar auf dem Sportgelände in Norsingen. Dort werden derzeit ...

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