Großeinsatz

Brand zerstört Schopf in Burkheimer Gemeinschaftsschopfanlage

Agnes Pohrt

Von Agnes Pohrt

So, 09. Februar 2020 um 13:37 Uhr

Vogtsburg

Ein Brand in einer Gemeinschaftsschopfanlage in Burkheim hat am Sonntagvormittag einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Ein Schopf brannte völlig nieder. Über 100 Wehrmitglieder waren vor Ort.

Drei, direkt angrenzende Schöpfe konnte die Feuerwehr aber vor Schaden bewahren. Personen kamen nicht zu schaden.

Um 11.09 Uhr hatten Anwohner den Brand bemerkt und die Feuerwehr benachrichtigt. Sämtliche Abteilungen der Vogtsburger Gesamtwehr rückten zum Brandort unterhalb des Burkheimer Schlosses aus. Dort befindet sich eine große Gemeinschaftsschopfanlage mit zirka 25 Einheiten, in denen vor allem die Winzer ihre Gerätschaften und Maschinen lagern.

Riesige Rauchwolke und Explosionsgeräusche

Die Brandentwicklung war so massiv, dass sich eine dicke, schwarze Rauchwolke bildete, die bis nach Breisach und Oberrotweil sichtbar war. Für einen Schopf, kam jede Hilfe zu späte. Trotz aller Löschversuche – auch mit der Drehleiter aus Breisach – brannte er völlig nieder. Dabei kam es zu Explosionen, die in Burkheim deutlich zu hören waren. Brennende Bretter wirbelten durch die Luft. In dem Schuppen sei möglicherweise auch Treibstoff gelagert worden, vermutete der Vogtsburger Gesamtkommandant Harald Vögtle.

Die Gefahr war groß, dass das Feuer auch die drei angrenzenden Schöpfe zerstören würde. Die Feuerwehr habe daher eine Riegelstellung um diese Anlagen gebildet und sie so vor größerem Schaden bewahren können, freute sich Vögtle. Einer dieser Schuppen sie erst vor wenigen Tagen eingerichtet worden.

60 Mitglieder der Vogtsburger Feuerwehr waren mit der Brandbekämpfung beschäftigt, die freiwillige Feuerwehrabteilung Achkarren war in Bereitstellung am Brandort. Insgesamt seien damit 90 Feuerwehrmitglieder aus Vogtsburg mit fünf Lösch- und zwei Einsatzleitfahrzeugen vor Ort gewesen, berichtete Vögtle. Hinzu kamen 15 Mitglieder der Breisacher Feuerwehr mit der Drehleiter und einem Löschfahrzeug als Reserve. Auch der stellvertretende Kreisbrandmeister Jörg Weber war am Brandort, ebenso DRK, Polizei und Notarzt.

Gegen 12 Uhr war das Feuer gelöscht. Derzeit ist die Vogtsburger Feuerwehr noch mit den Nachlöscharbeiten beschäftigt. Ein Löschfahrzeug soll für die Brandwache vor Ort bleiben. Noch im Laufe des Nachmittags soll die kriminaltechnische Untersuchung erfolgen. Wegen des angekündigten Orkans wolle man möglichst schnell mit den Aufräumarbeiten beginnen, erläuterte Vögtle. Der zerstörte Schopf sei einsturzgefährdet und müsse mit dem Bagger abgetragen werden.

Bereits am Vormittag habe die Vogtsburger Feuerwehr mit den Vorbereitungen auf den Orkan begonnen und Gerätschaften, wie Stromaggregate und Motorsägen, für mögliche Einsätze gerichtet, berichtete Vögtle.