Caritas-Werkstatt

Brandkatastrophe in Neustadt: Behinderte nehmen Arbeit wieder auf

Peter Stellmach und Martin Wunderle

Von Peter Stellmach & Martin Wunderle

Di, 08. Januar 2013 um 20:00 Uhr

Titisee-Neustadt

Rund sechs Wochen nach der Brandkatastrophe in der Caritas-Werkstatt in Neustadt haben die meisten Behinderten ihre Arbeit in Ersatzräumen wieder aufgenommen. Fünf Psychologen begleiten den Neustart.

"Ein Stein, nein: Ein Gebirge ist mir vom Herzen gefallen!" Wolfgang Grözinger sagt das, der Abteilungsleiter Arbeit beim Caritasverband Freiburg Stadt. Für 109 Männer und Frauen mit Behinderung sowie ihre Betreuer ist der erste Arbeitstag nach der Brandkatastrophe vom 26. November in Neustadt am Dienstag gut verlaufen. "Es war ein schöner und zufriedenstellender Tag", fügt Roland Gantert an, der Leiter der Werkstätte St. Georg. Gemeinsam haben sie alle Orte besucht, auf die die Belegschaft verteilt ist. Fünf Psychologen begleiten den Neustart bis auf weiteres und geben Hilfe, wenn notwendig.

14 Männer und Frauen haben im Gemeindesaal der evangelischen Gemeinde Neustadt Platz gefunden, vier in der Adler-Post, 72 verteilen sich im Gebäude von IMS Connector Systems in Löffingen. Für 20 Schwerstbehinderte aus der Förderung und Betreuung ist das behindertengerecht ausgestattete Seniorenzentrum St. Raphael in Neustadt am besten geeignet. Das Rote Kreuz erledigt die Fahrten, dabei müssen durchaus Beschäftigte mit Wohnort Neustadt nach Löffingen und Löffinger nach Neustadt gefahren werden. Eine große logistische Herausforderung, die zu bewältigen ist. Das hängt damit zusammen, dass die Gruppen so gebildet wurden, wie sie vorher zusammengearbeitet hatten.

Normalität durch Alltag
Nach dem Unglück mit 14 Toten, das es nun zu überwinden gilt, wollte man schnellstmöglich die Alltagsstruktur Arbeitswelt wiederherstellen. Da wäre eine Änderung des Umfelds nicht hilfreich gewesen. Zwangsläufig ist ja ein Einleben in die neue Umgebung notwendig.

Bewusst werden nur einfache, saubere Montagearbeiten ...

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