Bürger sanieren Wahrzeichen

Gudrun Gehr

Von Gudrun Gehr

Fr, 16. Oktober 2020

Kleines Wiesental

Bürchauer Mühlrad bekommt neuen Wasserzulauf.

. In Bürchau tut sich was: Nachdem in den vergangenen Monaten die Außenanlage der Silberberghütte aufpoliert und mit einem neuen Brunnen versehen wurde , machen sich die freiwilligen Helfer nun an eines der Wahrzeichen des Kleinen Wiesentals: das Bürchauer Mühlrad. Dessen Zulaufrohr ist nämlich morsch und renovierungsbedürftig.

Die Aufpolierung der Silberberghütte haben die Bürchauer Klaus Schwald, der ehemalige Ortsvorsteher Fritz Meier und Dieter Schlageter mit seiner Partnerin Anita Siegle in einer gemeinnützigen Bürgeraktion bewerkstelligt. Klaus Schwald verkündete schmunzelnd beim Helferfest: "Wir sind das Bürchauer Rentnertrio, BRT, und planen bereits unser nächstes Projekt." Damit spielte Schwald auf das Bürchauer Mühlrad bei der ehemaligen Bollschweiler Mühle an, dessen Zulaufsrohr morsch und renovierungsbedürftig ist. Erste Arbeiten wurden bereits erledigt. So hat das handwerklich begabte Trio bereits einen neuen Wassereinlauf verlegt und Pflegearbeiten auf der umliegenden Wiese in Angriff genommen. Das Mühlrad und das Grundstück sind seit 2011 im Besitz der Gemeinde. Weitere Arbeitsaktionen hat das fleißige Trio nach dem Winter vorgesehen.

Besucher, die von Tegernau nach Bürchau fahren, sehen als erstes das alte Mühlrad. Viele halten an und machen ein Bild von dem Rad, das malerisch am Heubach liegt, im Hintergrund die Berge. Von 1695 bis 1942 wurde die Bürchauer Mühle betrieben, danach wurde das Mühlrad nur noch zum Antrieb der landwirtschaftlichen Maschinen, wie zum Beispiel Holzsäge und Dreschmaschine, verwendet. Mit der Elektrifizierung im Jahre 1952 wurde das Mühlrad außer Betrieb gesetzt. 1986 entschloss sich der damalige Eigentümer Fritz Bollschweiler mit Unterstützung von Ortsvorsteher Fritz Meier und Helfern aus Bürchau, das Rad zu versetzen, das früher direkt an seinem Haus angebracht war. Es wurde auf der Wiese vor seinem Haus als Erinnerung an die alte Bollschweiler Mühle seines Vaters aufgestellt. 2013 wurde das Mühlrad zuletzt saniert. Das Rad hat einen Durchmesser von knapp vier Metern und ein Gewicht von rund zwei Tonnen.