Busverkehr am liebsten im Halbstundentakt

Thomas Biniossek

Von Thomas Biniossek

Mo, 14. Dezember 2020

St. Peter

Gemeinde St. Peter nimmt Stellung zum Nahverkehrsplan.

. Wenn es nach dem Votum des Ratesin St. Peter geht, wird sich die Nahverkehrssituation für die Bürger erheblich verbessern. Allerdings ist das, was im Gremium zur Abstimmung stand, nur eine Stellungnahme, was sich die Gemeinde zukünftig wünscht. Ob die Busverbindungen nach Kirchzarten, Denzlingen oder zum Kandel tatsächlich im Halbstundentakt eingerichtet werden, liegt in den Händen des Zweckverbandes Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF), der die Umlandgemeinde für seinen Nahverkehrsplan 2021 bis 2026 um Stellungnahmen aufgefordert hat.

Favorisiert hat die Verwaltung einen Liniensteckbrief mit vier Strecken der Linien 110, 112, 120 und 122, wobei diese nach Schultagen und Wochenenden unterschieden werden, erläuterte Hauptamtsleiter Bernd Bechtold. Die Linien 110 und 112 führen von Kirchzarten nach St. Peter, samstags und sonntags soll die Linie 110 dann weiter zum Kandel führen. "Das wäre für uns als Tourismusgemeinde von großem Vorteil, ist aber abhängig von einer Kofinanzierung durch den Landkreis Emmendingen", erklärte Bürgermeister Rudolf Schuler. Da derzeit auf dem Kandel das neue Hotel "Bergwelt Kandel" entsteht, "wird sich das als ein sicherlich stark frequentierter Besuchsmagnet erweisen, zumal dort auch ein Infopoint des Naturparks Südschwarzwald gebaut wird. Daher sollte jede Möglichkeit ausgeschöpft werden, im Sinne eines sanften Tourismus den Verkehr auf den Kandel so zu lenken, dass möglichst wenig Privatverkehr und eine gute ÖPNV-Anbindung entsteht", so Schuler.

Die Linien 120 und 122 sollen von Denzlingen über Heuweiler und das Glottertal nach St. Peter laufen, auch dabei sei ein Halbstundentakt sowohl während der Schultage als auch am Wochenende wünschenswert, so die Vorstellung der Verwaltung. Die Strecke 120 könnte auch weitergeführt werden über St. Märgen, den Thurner, Breitnau bis Hinterzarten.

"Das Thema Busverkehr wird uns auch in den kommenden Jahren beschäftigten", sagte Rudolf Schuler auf Nachfrage, ob man nicht überlegen müsse, den Busverkehr aus dem Ortskern zu verbannen, "weil es durch diesen immer wieder zu gefährlichen Situationen kommt", sagte Ratsherr Markus Bohnert. So werde bis 2022 eine barrierefreie Bushaltestelle in der Gemeinde entstehen, betonte Bürgermeister Schuler. "Und wir werden im Zuge der Umgestaltungen im Dorfkern sicherlich auch den Busverkehr mit seiner Streckenführung im Blick behalten."