Kreisliga

BW Murg dominiert gegen Nöggenschwiel und verteidigt Tabellenspitze

Mario Schmidt

Von Mario Schmidt

Mo, 28. September 2020 um 18:00 Uhr

Kreisliga Hochrhein

Noch fehlt Blau-Weiss Murg die Konstanz über 90 Minuten. Dennoch hält der Kreisligist die Tabellenführung in der A-Staffel Ost. Ligakonkurrent CSI Laufenburg verzweifelte gegen den SV Albbruck.

Der SV BW Murg befindet sich in der Fußball-Kreisliga A in der Rolle des Gejagten – und da fühlt sich Trainer Giuseppe Stabile bekanntermaßen am wohlsten. Beim 3:1-Sieg gegen den SV Nöggenschwiel sorgte seine Elf schnell für Klarheit und verteidigte die Tabellenführung in der A-Staffel Ost. "Ich bin selbst zu spät aus der Kabine gekommen, da ich noch unbedingt die Kamera aufstellen wollte", gab Giuseppe Stabile den Grund für sein Fehlen beim frühen Führungstreffer des SV Nöggenschwiel preis.

Die Gäste, die nach drei Minuten dank Benjamin Weiler vorn lagen, zeigten nach Einschätzung ihres Trainers, dem erfahrenen Giuseppe Pavano, "kein schlechtes Spiel, aber 30 Meter vor dem Tor waren wir mit unserem Latein am Ende". Zu selten gelang es seiner Elf, sich weitere Torchancen zu erspielen, da "häufig zu ungenaue Pässe mit dabei waren", so der 58-Jährige. Die Gäste hatten zwar "noch die Möglichkeit zum 2:0, aber danach haben wir für 20 bis 25 Minuten den Faden verloren".

Dominante Murger drehen Heimspiel bis zur Pause

Auch Stabile sah seine Murger immer stärker werden: "Wir haben den Ausgleichstreffer gemacht, dann hat man unsere Dominanz gesehen. Wir sind gleich wieder voll drauf und haben noch vor der Pause das zweite und dritte Tor erzwungen." Einzig SVN-Torhüter Sven Karthan sorgte dafür, dass "ein paar Mal der Torschrei doch noch verstummte". Mit der 3:1-Halbzeitführung im Rücken ging der Tabellenführer den zweiten Durchgang nicht mehr so druckvoll an. "Wir wollten nicht mehr und Nöggenschwiel konnte nicht mehr", fasste Stabile die zweiten 45 Minuten zusammen.

Pavano sah "bis auf die Blackout-Phase" ein Spiel auf Augenhöhe, aber eben nur bis 30 Meter vor das Tor des Spitzenreiters. "Die Mannschaft war nach den drei schnellen Gegentoren verunsichert", sagt der SVN-Coach schützend. Das Heimspiel am Sonntag ist "ein ganz wichtiges für uns. Lauchringen hat nur zwei Punkte weniger als wir und es ist klar, dass wir da gewinnen müssen", so Pavano. Damit auf Murger Seite in den kommenden Wochen auch über zwei Halbzeiten zielstrebiger Fußball gespielt werden kann, hofft Stabile auf einige Rückkehrer. "Aktuell fehlen uns im Schnitt sieben bis zehn Spieler. Sobald die Personallage wieder besser wird, reicht es bei uns auch wieder für 90 gute Minuten", ist er sich sicher.

"Bei uns ist irgendwie der Wurm drin." CSI-Coach Salvatore Spano
Diesen Umstand hatte Salvatore Spano nach dem vierten Unentschieden dieser Saison, dem 2:2 gegen den SV Albbruck, nicht zu beanstanden. Bei CSI Laufenburg haben sie derzeit eher Probleme mit der Verwertung von Großchancen. "Es ist einfach traurig momentan", sagte der angeschlagene Trainer, dessen Team "einfach kein Glück" habe. "Wir haben 90 Minuten auf ein Tor gespielt und am Ende einfach zwei Punkte verschenkt." Fünfmal seien seine Angreifer allein auf Albbrucks Torhüter Lukas Gantert zugelaufen, fünfmal hätten sie ihre Möglichkeiten vergeben, so Spano. "Bei solchen Torchancen kann man nur verzweifeln. Bei uns ist irgendwie der Wurm drin." Die beiden Gegentore seien darauf zurückzuführen, "dass sie einen Elfmeter und einen Freistoß verwandelt haben, ansonsten kam gar nichts von ihnen".

Sein Team "bestimmt immer das Spiel auf der spielerischen Ebene", in der entscheidenden Ebene, nach Punkten nämlich, stehen die Laufenburger sieglos und mit vier Punkten nach sechs Begegnungen äußerst dürftig da. "Es wird immer schwieriger, da du immer mehr unten drinsteckst", weiß auch Spano, der den Blick nach vorne richtet: "Ich möchte der Mannschaft keinen Druck machen, aber wenn wir da rauswollen, müssen wir unbedingt gegen Grießen gewinnen."