Gastronomie in Weil am Rhein

Café am Läublinpark soll im November eröffnen – mit einer Weinbar

Ulrich Senf

Von Ulrich Senf

Mi, 26. August 2020 um 16:41 Uhr

Weil am Rhein

Die Mieter sind keine Unbekannten: Christoph Schneider und Felix Düster übernehmen das historische Gemäuer in Weil. Ab November soll das Café mit Weinbar fünf Tage die Woche geöffnet sein.

In das historische Gemäuer des Cafés Läublinpark kommt wieder Leben. Mit Christoph Schneider, Junior-Chef des gleichnamigen Altweiler Weinguts und Felix Düster, Junior-Chef des "Rührberger Hofes", haben zwei junge und engagierte Geschäftsleute das Kleinod entdeckt. Ab September beginnen die Umbauarbeiten. Die Eröffnung ist für Ende November 2020 geplant.

"Lange haben wir da nicht überlegen müssen, als wir erfahren haben, dass das Café im Läublinpark neu vermietet wird. So etwas gemeinsam zu machen, war schon in der Schulzeit am WG in Lörrach unser Traum", berichtet Felix Düster, der zusammen mit Christoph Schneider den Zuschlag für ihr Konzept bekam. Fünf Tage die Woche, von Mittwoch bis Sonntag, soll das Café mit der Weinbar, das sich etwa auch für Degustationen oder andere Events anbietet, geöffnet haben. Unter der Woche soll das Café gegen 11, 12 Uhr öffnen, sonntags könnte auch schon etwas früher ein kleiner Frühstücksbrunch angeboten werden. Während am Mittwoch dann schon gegen 17 Uhr Schluss sein soll, bleiben Café und Weinbar den Rest der Tage bis gegen 22 Uhr geöffnet – so zumindest das grobe Konzept, mit dem Christoph Schneider und Felix Düster an den Start gehen wollen, von dem sie aber auch wissen, dass sie es gegebenenfalls an die Erfahrungswerte anpassen und entsprechend modifizieren werden.

Keine Unbekannten

Die neuen Mieter sind keine unbekannten in der Region: Christoph Schneider ist der Junior-Chef des Traditionsweinguts Schneider aus Altweil, sein ehemaliger Schulkameraden Felix Düster, ein gelernter Koch und Hotelfachmann, leitet seit diesem Jahr zusammen mit seinem Bruder den elterlichen Betrieb, das überregional bekannten Restaurant "Rührberger Hof" in Grenzach-Wyhlen.

"In Weil fehlt ein netter Treffpunkt, an dem man auch einmal Neues ausprobieren kann", ist sich Schneider sicher. Die Weinbar, zu der passend im Obergeschoss des früheren Gärtnerhauses eine kleine Bibliothek eingerichtete wird, in der die Besucher verweilen können, soll denn auch mittelfristig einen schönen Querschnitt durch das Angebot der Weingüter des Markgräflerlandes, aber auch der Schweiz und des Elsass anbieten. Schwerpunkt seien dabei der Gutedel und der Pinot – was sich denn auch in der Namengebung "Café Gupi" niederschlägt. Dazu werden einfache, aber ebenfalls regionale Speisen gereicht, so wie es die doch enge Küche hergibt.

Neuer Boden und alte Bilder

Zunächst wird das Café am Läublinpark hergerichtet. Das Innere, so Christoph Schneider, soll bald ebenfalls jenes historische Flair ausstrahlen, das das Anwesen von außen heute schon ausstrahlt. Ein neuer Boden soll dazu ebenso beitragen wie alte Bilder und ein historisches Interieur. Die neue Theke soll auch zum Sitzen einladen.

So sehr die beiden in den jeweiligen elterlichen Betrieben Verantwortung übernehmen, so klar sei für sie, dass sie im Café Gupi möglichst selbst präsent sein wollen. Die beiden Brüder, Johannes Schneider und Christoph Düster, werden ihnen dabei helfen, sei ausgemacht.

Die geplanten Boule-Bahnen zusammen mit dem bereits vorhandenen Spielplatz sehen die beiden als Standortvorteil. Gemeinsam mit dem neuen Gastronomiekonzept möchten sie somit ein Kleinod für Jung und Alt im Herzen Weils schaffen und den Aufenthalt im Park aufwerten. "Das Café betreiben wir aus unserer Leidenschaft für lokale Produkte und möchten einen Beitrag zur Bereicherung und Förderung der Markgräfler Küche und Landwirtschaft leisten", sagen die Gründer Christoph Schneider und Felix Düster. "Zudem werden Events und Verkostungen rund um diese beiden Themen organisiert, mit denen wir den Läublinpark beleben und auch gerne einmal in die Natur und die Rebberge gehen wollen", erfahren wir von den neuen Betreibern.

Verwaltung ist zufrieden

In der Stadtverwaltung zeigt man sich sehr zufrieden, dass in dem zuletzt durch die Corona-Einschränkungen verzögerten Auswahlverfahren sehr kreative und ambitionierte Nachfolger für das Café gefunden werden konnten. "Auf die Ausschreibung haben sich schnell einige vielversprechende Interessenten beworben, das hat die Auswahl nicht leicht gemacht. Schlussendlich hat sich jedoch das variantenreichste Angebot durchgesetzt.", so Claudio Bergermann, Leiter des Amtes für Gebäudemanagement und Umweltschutz.