SC Freiburg

Chancenverwertung rächt sich: Freiburg verliert in Gladbach unglücklich mit 1:2

Eyüp Ertan, dpa

Von Eyüp Ertan & dpa

Sa, 03. April 2021 um 22:26 Uhr

SC Freiburg

Gegen Borussia Mönchengladbach verliert der SC Freiburg im späten Samstagabendspiel mit 1:2. Trotz früher Führung und überzeugender ersten Halbzeit muss sich die Streich-Elf geschlagen geben.

Seit 2008 konnte der SC Freiburg nicht mehr in Mönchengladbach gewinnen, im Samstagabendspiel des 27. Spieltags bestätigte sich diese Serie: Mit 1:2 muss sich der SC Freiburg am Niederrhein geschlagen geben.

Überzeugende erste Hälfte

Freiburgs Trainer Christian Streich ging mit Personalsorgen in die Partie. Vincenzo Grifo kam mit einem positiven Coronabefundvon der italienischen Nationalmannschaft zurück, im defensiven Mittelfeld fehlte Nicolas Höfler gelbgesperrt. Dafür rückte erstmals in dieser Saison Yannik Keitel in die Startelf. Die Abwehr wurde auf Dreierkette umgestellt.

In einer überzeugenden ersten Halbzeit konnten die Freiburger früh in Führung gehen: Roland Sallai verwertete eine Demirovic-Vorlage mustergültig (9.). Zwölf Minuten später hatte der Ungar sogar das 2:0 auf dem Fuß, scheiterte aber an Borussen-Keeper Yann Sommer, der auch kurz vor der Pause gegen Lucas Höler in höchste Not rettete. Mit einer – aus Gladbacher Sicht – schmeichelhaften 1:0-Führung für den Sportclub ging es in die Pause. "Wenn du in der ersten Halbzeit so spielst und so Chancen erarbeitest, solltest du mindestens das zweite machen", sagte SC-Trainer Christian Streich nach der Partie bei DAZN.
Liveticker zum Nachlesen: Freiburg kassiert bittere Niederlage

Zur Halbzeit stellte Gladbach Coach Marco Rose die Formation seines Teams um – nun spiegelten die Gladbacher das System der Streich-Elf. Ein Umstand, der dafür sorgen sollte, dass die Gladbacher immer besser ins Spiel kommen konnten. "Gladbach hat versucht, aggressiver zu spielen, mit der Dreierkette war es von der Systematik ein anderes Spiel", analysierte SC-Coach Christian Streich die Gladbacher Umstellung nach dem Halbzeitpfiff.

Nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff konnte Marcus Thuram mit etwas Glück den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielen: Seinen Abschluss hatte SC-Spieler Baptiste Santamaria unglücklich abgefälscht (53.). Nur sieben Minuten später war es wieder Thuram, der den Spielverlauf endgültig auf den Kopf stellt: Nach einem Schnittstellenpass von Kramer und dem darauffolgenden Solo von Thuram stand es 2:1 auf der Anzeigetafel (60.). Die Freiburger taten sich im Verlauf der Restspielzeit schwer, eigene Chancen zu kreieren.

Abseitsposition verhindert Ausgleich

In der fünften Minute der Nachspielzeit erzielte SC-Innenverteidiger Schlotterbeck das vermeintliche 2:2 – doch das Schiedsrichtergespann um den Unparteiischen Christian Dingert revidierte den Treffer, da Lucas Höler wenige Augenblicke zuvor im Abseits gestanden hatte. Den Freiburgern war die Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. "Fünf Pässe später", sagte enttäuscht wirkender Christian Streich zur Abseitsentscheidung, betonte aber auch: "Das akzeptiere ich schon alles."

Streich sagte abschließend: "So ein Spiel darfst du nicht verlieren. Aber im Fußball ist das manchmal so, dass du doch so ein Spiel verlierst."
Statistik zum Spiel:
Bor. Mönchengladbach: Sommer - Lainer, Ginter, Beyer, Wendt (82. Lazaro) - C. Kramer, Neuhaus - Thuram (76. Embolo), Stindl (90. P. Herrmann), Wolf (46. Zakaria) - Pléa
SC Freiburg: Fl. Müller - Lienhart (68. Heintz), K. Schlotterbeck, Gulde - Schmid, Santamaria, Keitel (90. Haberer), Günter - Sallai (76. Burkart), Demirovic (90. Petersen), Höler
Schiedsrichter: Christian Dingert (Lebecksmühle). Tore: 0:1 Sallai (10.), 1:1 Thuram (53.), 2:1 Thuram (60.). Gelbe Karten: C. Kramer (4) / Demirovic (5), Höler (5), Günter (2)

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