Chansons in sechs Sprachen

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 13. November 2019

Hartheim

Duo Tavernenlieder boten im Hartheimer Salmen einen launigen Querschnitt der Weltmusik.

HARTHEIM AM RHEIN (BZ). Sprach- und Musikfreunde dürften verzückt gewesen sein. Was das Duo "Tavernenlieder" – das sind Vera Meier (Gesang, Gitarre, Akkordeon) und Thomas Allgeier (Akkordeon, Gesang) – bei ihrem zweiten Auftritt im Hartheimer Salmen am Samstag zum Besten gab, war eine wilde Reise durch verschiedene Kulturen und Verständigungsweisen, ein Querschnitt internationaler Chansons und Lieder.

Es begann furios mit einem Klassiker von Jacques Brel (Amsterdam) und es folgten weitere, wobei Vera Meier mit großer Leichtigkeit zwischen spanisch (El Antifaz von Arcaraz Torras), jiddisch (Bay mir bistu sheyn von Sholom Secunda), deutsch (Genug ist nicht genug von Konstantin Wecker), alemannisch (Sell wor ä wildi zitt von ihnen selbst), englisch (Take this waltz von Leonard Cohen) und natürlich französisch (mehrere) wechselte. Mit ihrem wunderbaren Timbre und ihrer kraftvollen Stimme hat sie eine unglaubliche Präsenz, die von ihrem Begleiter Thomas Allgeier immer wieder auf äußerst witzige Weise unterbrochen wird.

Mit launigen Ansagen wurde durch das sehr abwechslungsreiche Programm geführt, das immer wieder Überraschungen bot, wie Thomas Allgeiers Solopart mit einem Medley aus irischen Reels oder Vera Meier solo mit Akkordeon. Auch an der Gitarre machte die Sängerin eine gute Figur, als ganz aktuell ein Stück der angesagten französischen Sängerin Zaz dargeboten wurde.

Die Pause nutzten die Besucher gerne, das wunderbare Bühnenbild im zweiten Stock zu bestaunen und den Schwanitz-Gedenkraum zu besuchen, der alle beeindruckte, bevor im zweiten Teil des Abends bei Stücken wie Klaus Hoffmanns "Tanze Gerda tanze", Gilbert Becauds "Nathalie" oder Hilde Knefs "Für mich soll’s rote Rosen regnen" echtes Gänsehautfeeling auf kam.