Großbrand

Cloud-Rechenzentren in Straßburg werden Opfer der Flammen

dpa

Von dpa

Do, 11. März 2021 um 11:38 Uhr

Straßburg

Ein Großbrand in Datenzentren eines großen Internetdienstleisters im französischen Straßburg hat Dienste zahlreicher Unternehmen gestört.. Es gab keine Verletzten bei dem Großbrand.

Das Feuer war in der Nacht zu Mittwoch in einem der Rechenzentren des Hostinganbieters OVH ausgebrochen, wie das Unternehmen mitteilte. Bei dem Brand sei zwar niemand verletzt worden – das Feuer habe aber schweren Schaden angerichtet. Die Ursache des Brandes war zunächst unklar. OVH gehört zu den größten Internetdienstleistern Europas.

Beim Feuer wurden laut Firmenchef Octave Klaba vor allem zwei der vier Rechenzentren in Straßburg in Mitleidenschaft gezogen. Die Server von OVH nutzen etwa Unternehmen oder staatliche Organisationen, um große Datenmengen zu speichern oder zu verwalten. OVH hat nach eigenen Angaben 1,5 Millionen Kunden weltweit und betreibt unter anderem 15 Rechenzentren in Europa.

Präfektur: Keine Gefahr für die Anwohner

Das Pariser Kulturzentrum Centre Pompidou schrieb auf Twitter, dass seine Internetseite wegen des Brandes nicht verfügbar sei. Auch die Dienste der Stadt Saint-Ouen-sur-Seine bei Paris waren nicht erreichbar. Die Kammer der französisch- und deutschsprachigen Anwaltschaften Belgiens oder französische Wetterseiten meldeten ebenfalls Probleme.

Unternehmenschef Klaba schrieb am frühen Mittwochmorgen, der Brand sei gelöscht. Nach den ersten Messungen vor Ort stelle der Brand keine Gefahr für die Bevölkerung dar, teilte die Präfektur mit. Die Rechenzentren von OVH befinden sich im Straßburger Industriegebiet von Port aux Pétroles in der Nähe des Rheins. "Wir bewerten derzeit die Auswirkungen dieses Vorfalls und werden so bald wie möglich mit größtmöglicher Transparenz über den Fortschritt unserer Analyse (...) kommunizieren", so das Unternehmen.