"Commitments"-Regisseur Alan Parker gestorben

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Sa, 01. August 2020

Kino

Die Filmbranche trauert um einen ganz Großen der Zunft: Der britische Regisseur Alan Parker ist am Freitag nach langer Krankheit in London gestorben. Dies berichteten britische und amerikanische Medien unter Berufung auf eine Mitteilung von Parkers Familie. Parker wurde 76 Jahre alt. Nach einer Karriere als Werbefilmer begann er in den 70er Jahren, Kinofilme zu drehen und gewann mit "Bugsy Malone" 1976 den ersten seiner British Academy Film Awards. Parker drehte Meilensteine des Musikfilms wie "Fame", "The Wall" der britischen Rockband Pink Floyd oder die Filmfassung des Musicals "Evita" mit Popstar Madonna. Zu den bekanntesten Filmen Parkers gehören außerdem "Die Commitments", "Angel Heart", "Mississippi Burning", "Midnight Express" – der ihm eine Oscar-Nominierung einbrachte –, "Birdy".

Parker hat für seine Arbeiten viele Auszeichnungen erhalten, darunter insgesamt 19 Baftas, 10 Golden Globes und 10 Oscars – allerdings nie den für die Beste Regie. Für seine Leistungen in der Filmbranche wurde er von Königin Elisabeth II. zum Ritter geschlagen. Vor einigen Jahren überraschte er die Filmwelt, als er seinen Ruhestand ankündigte. "Regisseure verbessern sich nicht im Alter", sagte er. "Sie wiederholen sich, und obwohl es Ausnahmen gibt, wird ihre Arbeit im Allgemeinen nicht besser." Stattdessen widmete er sich der Malerei.