Gemeinderatsbeschluss

Corona-Praxis in Friesenheim-Oberweier öffnet am 22. September

Hannah Fedricks Zelaya

Von Hannah Fedricks Zelaya

Di, 15. September 2020 um 16:59 Uhr

Friesenheim

Im Alten Pfarrhaus wird eine Corona-Praxis eingerichtet. Das hat der Friesenheimer Gemeinderat am Montag entschieden. Autoschlangen sind nicht zu befürchten.

Der Gemeinderat hat am Montag einstimmig dem Einrichten einer Corona-Schwerpunktpraxis im alten Pfarrhaus in Oberweier zugestimmt. Sie soll am 22. September geöffnet werden. Initiiert wurde das Vorhaben von der Friesenheimer Hausärztin Doris Reinhardt, die auch Pandemiebeauftragte der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg ist (die BZ berichtete). Sie selbst stellte das Vorhaben vor.

Kein reines Abstrichzentrum

Die Schwerpunkt-Praxis soll kein reines Abstrichzentrum werden, wie es beispielsweise eines in Offenburg gibt, sondern als Anlaufstelle für die Behandlung von Infektkranken dienen. "Damit trennen wir Infektkranke von anderen Kranken, die beispielsweise zur Nachsorge nach einer Operation oder anderen Beschwerden zu uns in die Praxen kommen", erklärte Reinhardt. Für die Praxis würden Termine vergeben, die Vergabe werde über die Friesenheimer Hausärzte gesteuert. "Sie müssen also keine Autoschlangen befürchten", stellte Reinhardt klar. Sie unterstrich ebenfalls, dass die Praxis ausschließlich für Friesenheimer Bürger eingerichtet werde.

Weide spricht vom "richtigen Weg"

Bürgermeister Erik Weide bezeichnete das Vorhaben als "den richtigen Weg", auch alle Fraktionen unterstützten die Idee. Charlotte Schubnell (CDU) lobte den Standort im alten Pfarrhaus, das allen Bürgern bekannt sei und in dem ein Durchschleusen dank zweier Türen gut machbar sei. "Damit können wir den Nicht-Infektpatienten die Angst nehmen, krank vom Arzt nach Hause zu kommen." Auch die anderen Fraktionen dankten Reinhardt für ihr Engagement, "zumal sich die Kosten im sehr überschaubaren Rahmen halten", so Markus Rottler.