Kundgebungen am Samstag

Corona-Protest und Gegen-Demo: Mehrere tausend Menschen demonstrieren in Freiburg

Anika Maldacker, Manuel Fritsch, Carolin Buchheim

Von Anika Maldacker, Manuel Fritsch & Carolin Buchheim

Sa, 15. Januar 2022 um 19:15 Uhr

Altstadt

Es waren wohl deutschlandweit die beiden größten Demonstrationen: 6000 Gegner der Corona-Maßnahmen gingen in Freiburg auf die Straße, zuvor kamen 2500 Menschen zu einer Kundgebung gegen Corona-Verharmlosung.

Wie schon vergangenen Samstag haben auch an diesem Samstag verschiedene Demonstrationen rund um die Corona-Maßnahmen in Freiburg stattgefunden. Zunächst rief ein neugegründetes Bündnis am Platz der Alten Synagoge zur Kundgebung gegen Pandemieverleugnung und Antisemitismus auf. Kurze Zeit später trafen sich die Kritiker der Maßnahmen am Fahnenbergplatz. Die Polizei sprach am Ende des Tages von einem friedlichen Ablauf – auch die Corona-Regeln seien weitgehend eingehalten worden.
Um 13.30 Uhr hat die Veranstaltung des Bündnis FreiVac auf dem Platz der Alten Synagoge begonnen. Der Platz ist zu Beginn der Veranstaltung gut gefüllt, es gilt 2G-plus und FFP2-Pflicht. Die meisten halten sich an die Maskenpflicht. Veranstalter sprechen in ersten Zählungen von rund 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Die Polizei wird am Ende von rund 2500 Demonstranten sprechen. Ordner weisen Menschen auf dem Platz auf die Regeln hin. Von der Fassade des Theater Freiburg grüßt ein Banner mit der Aufschrift: "Impfen schützt Leben und die Kultur – #freiburghältzusammen" die Gegen-Demonstration. Der Straßenbahnverkehr zwischen den Haltestellen Bertoldsbrunnen und Oberlinden ist zeitweise aufgrund der großen Teilnehmerzahl unterbrochen.
Das Freiburger Bündnis gegen Verschwörungsideologie, Antisemitismus und Coronaverharmlosung hat sich in den vergangenen Wochen als Reaktion auf die größer werdenden Corona-Proteste in Freiburg gegründet und Parteien, Gewerkschaften und bürgerschaftliche Gruppen zum gemeinsamen Protest aufgerufen.
Kritik an antisemitischer Haltung mancher Corona-Protestler
"Sie haben die unendliche Dreistigkeit zu behaupten, sie leben in einer Diktatur", kritisiert Eröffnungssprecher Hendric Meyer in einem der ersten Beiträge der Kundgebung die Corona-Protestler. "Mit ihren Lügen verhöhnen sie die Opfer der Pandemie und ihre Angehörigen und das medizinische Personal in den Kliniken und die vielen, deren Leben durch die Pandemie ins Rutschen geraten ist", sagt er später.
Eröffnungssprecherin Anna Schmidt sieht als Grund für ...

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