CORONA-SPLITTER

dpa/BZ

Von dpa & BZ-Redaktion

Mi, 25. März 2020

Deutschland

FRANKREICH

240 Tote an einem Tag

Die Coronavirus-Pandemie hat in Frankreich bereits mehr als 1100 Todesopfer gefordert. Binnen 24 Stunden starben 240 Menschen, so Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon. Weltweit haben sich laut der US-Universität Johns Hopkins mehr als 400 000 Menschen infiziert. Die Zahl der bekannten Infektionen hatte erst am Samstag die Marke von 300 000 durchbrochen. Mehr als 18 000 Infizierte seien gestorben.

KITA-GEBÜHREN

Keine Zahlung im April

Eltern sollen in Baden-Württemberg für den Monat April keine Kita-Gebühren zahlen müssen, wenn sie ihre Kinder wegen des Coronavirus zuhause betreuen. Darauf haben sich die Städte, die Gemeinden und die Kirchen am Dienstag verständigt. Das gilt laut Städtetag nicht für Kinder mit Eltern aus unverzichtbaren Berufsgruppen wie Pfleger oder Polizisten, deren Kinder in der Notbetreuung sind. Zudem sollen Kommunen, wenn sie die Gebühren dennoch einziehen wollen, in Härtefällen die Zahlungen stunden. Das sei allerdings noch keine abschließende Regelung, wie es hieß. DEUTSCHLAND/KENIA

Millionen Masken weg

Bei der Lieferung von sechs Millionen Schutzmasken nach Deutschland hat es eine Panne gegeben. Die Masken der Schutzstufe FFP2 seien auf einem Flughafen in Kenia "spurlos verschwunden", berichtete der Spiegel. Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums sagte, das werde untersucht. Der von der Generalzolldirektion geschlossene Liefervertrag habe storniert werden können. Geld war demnach noch nicht geflossen. Es handele sich um einen Bruchteil des insgesamt bestellten Materials, hieß es weiter. BADEN-WÜRTTEMBERG

Unternehmen liefern zu

Unternehmen aus Baden-Württembergs Autobranche wollen helfen, im Kampf gegen das Coronavirus mehr medizinische Geräte zu produzieren. Auf ein Ersuchen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann hin meldeten sich in wenigen Stunden die ersten 15 Firmen. Das sagte Regierungssprecher Rudi Hoogvliet. In seinem Schreiben vom 23. März, das der BZ vorliegt, hatte der Ministerpräsident die Mitglieder des "Strategiedialogs Automobilwirtschaft" angesprochen. Hoogvliet zufolge sollen Firmen je nach ihren Fähigkeiten Teile zuliefern. Zusammengesetzt würden die Maschinen von Unternehmen, die sie normalerweise herstellten. Die Regierung strebe den weiteren Ausbau zentraler Versorgungsmöglichkeiten für beatmungsbedürftige Patienten an. Es kämen Gebäude in Frage, die über Infrastruktur wie Heizung, Sanitärräume und Sauerstoffleitungen verfügten.

BUNDESLÄNDER


Hilfe für Italien

Mehrere Bundesländer wollen dem stark von der Pandemie betroffenen Italien helfen. NRW werde zehn Corona-Patienten von dort aufnehmen, so Ministerpräsident Armin Laschet. Sachsen nahm zwei Erkrankte aus Bergamo auf, sechs sollen folgen. Auch Bayern will einige Patienten aufnehmen.
EXIT-STRATEGIE


Sonderregeln für Ältere?

Der Tübinger OB Boris Palmer fordert, Ausstiegsmöglichkeiten aus den Corona- Verordnungen zu diskutieren. Man müsse überlegen, wie man kontrolliert aus diesem totalen Lockdown wieder herauskäme in drei bis vier Wochen, sagte er der Welt. Für ihn ist eine "vertikale Öffnung" denkbar: "Menschen, die über 65 Jahre alt sind, und Risikogruppen werden aus dem Alltag herausgenommen und vermeiden weiter Kontakte. Jüngere, die weniger gefährdet sind, werden nach und nach kontrolliert wieder in den Produktionsprozess integriert." Auch in der CDU mehren sich Stimmen, die längere Einschränkungen für Risikogruppen wie Ältere fordern.

INDIEN

1,3 Milliarden abgeriegelt

Indien hat eine dreiwöchige "vollständige Ausgangssperre" für seine 1,3 Milliarden Bürger verkündet. Das ganze Land werde " vollständig abgeriegelt sein", so Premier Narendra Modi.