Coronaausbruch im Kinzigtal

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Fr, 25. September 2020

Offenburg

Oberwolfach, Wolfach und Hausach verschärfen Regeln.

(BZ). Das Gesundheitsamt hat aktuell 23 Corona-Infektionen bestätigt, bei denen, von Wolfach ausgehend, auch Kontakte nach Oberwolfach und Hausach ermittelt werden konnten. In einer gemeinsamen Pressemitteilung haben die drei Kommunen mitgeteilt, dass sie beschlossen haben, ihre kommunalen Corona-Regeln zu verschärfen. "Der eigentliche Ursprung der Infektionskette konnte noch nicht zweifelsfrei identifiziert werden", erklärt Gesundheitsamtsleiterin Evelyn Bressau. "Wir gehen daher davon aus, dass über die bekannten Fälle hinaus weitere, möglicherweise symptomlose, Erkrankungen, auftraten oder noch auftreten werden."

Vorerst kein Training und auch keine Probe

Hausach, Wolfach und Oberwolfach haben sich auf ein größeres Maßnahmenpaket verständigt:
» "In der jetzigen Situation ist es am hilfreichsten, wenn die Einwohner, Vereine sowie die weltlichen und kirchlichen Institutionen ihre Kontakte, Veranstaltungen, Versammlungen oder Feiern weitestgehend reduzieren", erklären die Bürgermeister Wolfgang Hermann, Thomas Geppert und Matthias Bauernfeind.
» Ein weiteres Fortschreiten der Infektionen und damit weitergehende einschränkende Maßnahmen wie etwa in München sollten unbedingt verhindert werden: Eine generelle Maskenpflicht im Freien sei noch kein Thema. Es soll derzeit auch keine über die bestehenden Hygiene- und Betriebsregelungen hinausgehenden Einschränkungen für die Schulen und Kindertageseinrichtungen geben.
» Der Trainings- und Spielbetrieb von Sportvereinen sowie der Probenbetrieb und Konzerte von Musik- und Gesangsvereinen, Kapellen oder Musikschulen wird vorerst eingestellt. Sportplätze, Sporthallen, Festhallen, Schul- und sonstige kommunale Gebäude werden für außerschulische Aktivitäten gesperrt.
» Trauungen und Beerdigungen dürfen nur im engsten Familienkreis stattfinden.
» In Gastronomie und Einzelhandel erfolgt durch die Kommunen nochmals eine Kontrolle und gegebenenfalls Nachjustierung der Hygienekonzepte.
» Auf das Singen in den Gottesdiensten soll verzichtet werden.
» In den Rathäusern herrschen besondere Sprechzeiten, die Einwohner sollten sich per Internet informieren.
» An die Gastronomie ergeht der Appell, die ab dem 1. Oktober geltende verschärfte Maskenpflicht für Besucher schon sofort umzusetzen. Diese Maßnahmen gelten zunächst bis zum 6. Oktober.