Analyse

Das Berliner Theatertreffen zeugt vom Generationen-Unterschied

Bettina Schulte

Von Bettina Schulte

Di, 14. Mai 2019 um 20:00 Uhr

Theater

BZ-Plus Entertainment oder Aufklärung? Beim Berliner Theatertreffen zeigt sich, wie unterschiedlich der Theaterbegriff der verschiedenen Regie-Generationen ist.

Sebastian Hartmann ist mit eben noch 50 der zweitälteste Regisseur beim Berliner Theatertreffen. Es ist das Festival der jungen Kräfte um die 30: Ersan Mondtag, Christopher Rüping, Thom Luz, Simon Stone – hier von Nachwuchs zu sprechen verbietet sich, denn diese vier sind auf dem schnellsten Weg zu Stars der Theaterszene geworden. Alle waren schon mehrfach (!) nach Berlin eingeladen, Mondtag wurde in diesem Jahr für "Das Internat", eine Inszenierung, die in Berlin wegen zu aufwändiger Aufbauten gar nicht gezeigt werden konnte, mit dem 3 Sat-Theaterpreis ausgezeichnet (da ist das Fernsehen natürlich im Vorteil). Rüping zeigte mit zehn Stunden (BZ vom 13. Mai) die längste, Stone vermutlich die teuerste Produktion. Lauter Superlative, die nicht zwingend auch für ästhetische Qualität stehen. Diese jungen Regisseure strotzen vor Selbstbewusstsein. Ihre Referenzgröße ist nicht länger ein ...

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