"Das Horn hat etwas Ursprüngliches"

Stefan Ammann

Von Stefan Ammann

Mi, 05. Oktober 2022

Breisach

DREI FRAGEN AN... Christian Lampert zum Hornkonzert.

. Der Münsterbauverein Breisach lädt am Sonntag, 9. Oktober, zu einem Hornkonzert mit Christian Lampert und seinen Studentinnen und Studenten ins Kulturzentrum Art’Rhena. Stefan Ammann hat zuvor mit dem Professor für das Fach Horn gesprochen.

BZ: Herr Lampert, was macht für Sie den besonderen Reiz des Horns aus?
Lampert: Es ist ein sehr berührendes Instrument. Es hat einen weichen, warmen Klang in einer schönen Tonlage, die beruhigend wirkt. Der Komponist Robert Schumann hat einst gesagt: Das Horn ist die Seele des Orchesters. Außerdem hat es etwas Ursprüngliches. Das Horn ist eines der ältesten Instrumente. Schon zu Urzeiten haben Menschen auf Tierhörnern geblasen.

BZ: Bei Ihrem Konzert am Sonntag stehen mit Berlioz, Bizet oder Ravel viele französische Komponisten der Romantik auf dem Programm. Wie kommt es dazu?

Lampert: Das Horn ist das prägende Instrument der Romantik. Wir haben viele französische Komponisten im Programm, weil wir in der Art’Rhena natürlich auch das französische Publikum ansprechen wollen. Mit der Rheingold-Fantasie nach Richard Wagner wird es aber auch einen musikalischen Höhepunkt eines deutschen Komponisten geben.

BZ: Das wird Ihr 14. Konzert in Kooperation mit dem Münsterbauverein sein, aber Ihr erstes in dem vor einem Jahr eröffneten Kulturzentrum auf der Rheininsel. Was erwarten Sie vom Auftrittsort?

Lampert: Ich kenne die Art’Rhena nur von Fotos. Der Saal sieht gut aus. Die Sitzreihen sind ansteigend, sodass jeder gut sehen kann. Wie die Akustik ist, werden wir dann hören. Ich bin gespannt.

Christian Lampert (54) ist Professor für Horn an den Hochschulen in Bern und Basel.

Das Konzert findet am Sonntag, 9. Oktober, 18 Uhr, im Art’Rhena auf der Rheininsel statt. Karten unter http://www.unser-münster.de und bei der Tourist-Info Breisach (15/ 20 Euro).