Lastenfahrräder

Das ist keine seriöse Auseinandersetzung

Burkhard Tapp (Sasbach am Kaiserstuhl)

Von Burkhard Tapp (Sasbach am Kaiserstuhl)

Sa, 04. September 2021

Leserbriefe

Zu: "Ziemlich ungerecht", Beitrag von Bernd Kramer (Kommentar & Analyse, 24. August)

Den Kommentar von Herrn Kramer fanden wir ungerecht, da der Vorschlag von Frau Baerbock, die Anschaffung von Lastenrädern zu bezuschussen, nur einer von vielen Punkten zur Entlastung des Klimas ist und die weiteren Effekte dieses Vorschlages nicht von ihm gesehen werden wollten. Sich mit absurden Vergleichen über diesen Vorschlag lustig zu machen, ist keine seriöse Auseinandersetzung, die wir von BZ-Redakteuren erwarten. Mit Lastenfahrrädern kann relativ einfach ein Teil zumindest des innerörtlichen Lieferverkehrs ökologisch sinnvoll ersetzt werden. Das bedeutet, weniger Lärm, weniger CO2-Ausstoß und weniger Flächenverbrauch durch den ruhenden Verkehr. Somit wird die Verkehrssituation auch im wörtlichen Sinn übersichtlicher. Vor allem dann, wenn mehr Privatleute ihren Einkauf mit Lastenfahrrädern bewältigen, da diese durch den Zuschuss für eine größere Zahl von Menschen erschwinglicher würden. Daher dient der Vorschlag von Frau Baerbock der Steigerung der urbanen Lebensqualität.

Die Argumente von Herrn Kramer könnten umgekehrt und so gegen die milliardenschweren direkten und indirekten Subventionen der Autoindustrie durch die Große Koalition gewendet werden. So werden unternehmerische Fehlentscheidungen zulasten der Steuerzahler noch belohnt. Das ist ungerecht. Konsequent wäre, die Einstellung der Subventionen zu fordern. Erst recht, da die Konzerne trotz der Umstellung auf Elektromobilität erhebliche Gewinne erwirtschaften. Burkhard Tapp, Sasbach am Kaiserstuhl