Beschluss im Ortschaftsrat

Das neue Pflaster im Schmieheimer Schlosspark wird gelb-rot

Andrea Bär

Von Andrea Bär

Di, 07. Juli 2020 um 18:15 Uhr

Kippenheim

Der Schmieheimer Ortschaftsrat hat dem neuen Belag für den Schlossgarten in Schmieheim gemäß den Vorgaben des Denkmalamts zugestimmt.

Das ursprünglich ausgesuchte großformatigere rote Pflaster für den Schmieheimer Schlossgarten ist vom Tisch. In seiner Sitzung am Montagabend beschloss der Ortschaftsrat einstimmig, ein sogenanntes Tegula (gerunkelter Stein in unterschiedlicher Fugenanordnung) im Kleinformat (21 mal 21 Zentimeter) in unregelmäßigen Gelb- und Rottönen zu verlegen. Das Denkmalamt hatte entsprechende Vorgaben gemacht.

Wegen der Corona-Pandemie hatte das Gremium bereits im März in einem Umlaufverfahren eine Pflasterform für Hauptplatz, Fahrwege und Parkflächen ausgesucht – unter dem Vorbehalt einer Zustimmung durch das Denkmalamt. Das aber legte für das ausgesuchte Material ein Veto ein mit der Begründung, es sei zu großflächig (die BZ berichtete).

Viel zu diskutieren gab es nun nicht, denn: Das Denkmalamt habe eine klare Ansage gemacht, "was wir zu nehmen haben", so Günter Ackermann. So fiel die Auswahl des Pflasters für die Haupt- und Hoffläche sowie für die vorhandene Bühne nicht schwer. Einstimmig beschloss der Ortschaftsrat die Verwendung des Tegula, wie es das Denkmalamt vorgegeben hatte.

Damit war auch die Alternative, eine Pflasterstein-Arena, wie sie das Planungsbüro vorgeschlagen hatte, vom Tisch. Die Fahrwege werden in hellgrauem Pflaster gestaltet, die Parkflächen in anthrazit.

Ein anderes Thema war die Beleuchtung. Laut einstimmigem Beschluss sollen 21 Akzentleuchten das Schloss von unten sowie die Pflanzbeete auf dem Hauptplatz zur Geltung bringen. Mit sechs Lichtstelen werden die Parkflächen beleuchtet, am Hauptplatz sind auf den vom Fahrverkehr nicht erreichbaren Stellen zwei bis drei Pollerleuchten eingesetzt. Entlang des Fußweges werden Pollerleuchten eingebaut, entlang des Fahrwegs wird auf Pollerleuchten verzichtet. Sie wären bei Veranstaltungen und dem allgemeinen Parkverhalten hinderlich.

Zusammen mit drei neuen Wandleuchten an der Schule und einem neuen Stromanschluss beim Festplatz kostet die neue Beleuchtung laut Ortsvorsteher Michael Hartmann etwa 62 000 Euro.

Der Rat stimmte dafür, die Geschichte des Schlosses auf kleineren Schautafeln entlang des Fußwegs zu präsentieren. Die Variante mit einer großen Tafel direkt vor dem Schloss stieß nicht auf Gegenliebe. Im Rahmen der Neugestaltung muss der Gedenkstein zum 850-jährigen Bestehen des Ortes dem jetzigen Standort im vorderen Teil des Blumenbeetes weichen. Die Entscheidung, wo der 1994 von den Vereinen gestiftete Stein künftig stehen wird, wurde vertagt, soll aber während der Bauphase fallen. Diese könnte laut Hartmann bereits im September beginnen.