Lahr

Das Online-Festival "We live" geht am Sonntag mit Qult aus Freiburg weiter

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 10. Juni 2020 um 14:25 Uhr

Lahr

Die Badische Zeitung zeigt auch das zweite Konzert der Reihe aus dem Lahrer Schlachthof exklusiv auf Facebook. Musikfreunde erwartet ein energiegeladenes Konzert der Rap ’n’ Roll-Band Qult.

Nach dem gelungenen Auftakt der Online-Festival-Reihe "We live" der Lahrer Rockwerkstatt mit dem Konzert von Dominik Büchele und seiner Band Umleitung, steht am Sonntag, 14. Juni, das nächste Konzert aus dem leeren Schlachthof an. Dieses Mal sorgt die Freiburger Band Qult mit einer Mischung aus Rap und Rock für mächtig Dampf vor den Bildschirmen. Präsentiert wird das Konzert wieder auf der Facebook-Seite der Badischen Zeitung.

Ergebnis des ersten Konzerts soll noch getoppt werden

Mehr als 25 000-mal wurde das erste Konzert mit Dominik Büchele auf Facebook und Youtube angeschaut, teilen die Rockwerkstatt und das Punchline Studio mit. Dieses Ergebnis soll am Sonntag getoppt werden. Mit der Freiburger Band Qult hat sich das Veranstalter-Team eine der wohl spannendsten Band-Formationen Südbadens verpflichtet. Zwei Gitarren, ein Bass, Drums und ein rappender Frontman. Eine Kombination aus Rap und Rockmusik, die im vergangenen Jahr auf dem Zelt Musik Festival (ZMF) begeisterte und damals den größten Bandwettbewerb Süddeutschlands, das Lokalderby, gewann.

Ein Wunder, dass die Bühne noch steht

Lange Haare, beinahe ebenso lange Bärte und ein Bizeps wie ein Baumstamm − so traten Qult bereits vor zwei Wochen vor die Kameras des Lahrer Punchline Studios im Schlachthof. "Es war unglaublich, was die Jungs für eine Energie versprüht haben", sagt Regisseur Maik Styrnol nach dem Konzert und sein Bruder Pirmin fügt lachend hinzu: "Dass die Bühne noch steht, ist eigentlich ein Wunder." Über eine Stunde hatten Qult alte und neue Songs in den menschenleeren Schlachthof performt, immer verfolgt von zehn Kameras und anspruchsvoller Lichtregie.



"Endlich mal wieder eine Bühne", zog Gitarrist Andreas Hoelle Bilanz. Die Spielfreude war dem Quintett nach monatelanger Live-Pause anzumerken. Eine Stimmung, die auch schnell aufs Filmproduktionsteam überschwappte. "Irgendwann haben wir alle einfach mitgesungen", erinnert sich Taner Demiralay, der beim gesamten Festival für die Tonaufnahmen zuständig ist.

Progressiv und voller Elan zeigt sich Qult nah am Weltgeschehen. Im Song "Traum einer Welt" beschreibt Frontman Jens Gläsker beispielsweise seine Utopie einer modernen Gesellschaft: "Ich träume von einer Welt, in der wir alle wieder gleich sind − egal ob wir schwarz, weiß, arm oder reich sind", lautet der Refrain des 2019 erschienenen Tracks. Ein Text, wie gemacht für die Anti-Rassismus-Demos dieser Tage.

Politische Aussagen gehören zum Repertoire der Band

Tatsächlich gehören Musik-Demos und gesellschaftspolitische Aussagen zum Repertoir der Band. Seit vielen Jahren touren die fünf Musiker durch Deutschland und bespielen Plätze in allen möglichen Großstädten, um ihre Botschaft zu verbreiten. "Es ist uns egal, ob Du links oder rechts bist", ruft Jens während des Konzertes in die Kameras: "Es ist uns wirklich egal. Aber denk nach! Wenn Du voller Hass bist, was willst Du verändern?" Was klingt wie eine Hippie-Botschaft, vermischt sich schnell mit dröhnendem Bass und singenden Gitarren. In Heavy-Metal-Manier übertrumpfen sich die beiden Leadgitarristen in ihren Solo-Parts und kämpfen immer wieder um die Vorherrschaft, ehe sich die Spannung der Songs in packenden Refrains und virtuosem Sprechgesang entlädt. "Es war eine neue Erfahrung", berichtet Gitarrist Andreas Hoelle am Ende des Films, "aber wir hoffen, dass wir bald wieder Fleisch und Blut vor uns stehen haben." Und Jens Gläsker fügt hinzu: "Vielleicht ja im Schlachthof?"
Der zweite Konzertfilm des "We live" Musikfestival wird am Sonntag, 14. Juni, ab 19 Uhr auf der Facebook-Seite der Badischen Zeitung ausgestrahlt. Ab 20.15 Uhr ist der Film auch auf dem Yotube-Kanal des Punchline Studios zu sehen. Weitere Infos zur Band unter https://qultmusic.com