Kino

Das Polit-Drama "Foxtrot" ist eine Parabel auf den Nahostkonflikt

Gabriele Schoder

Von Gabriele Schoder

So, 08. Juli 2018 um 20:24 Uhr

Kino

BZ-Plus "Foxtrot" von Samuel Maoz klingt wie ein leichter Tanzfilm, ist er aber nicht. Vielmehr erwartet den Zuschauer eine Nahost-Familientragödie um Gewalt, Schmerz und Trauer.

Die Männer haben den Mund noch nicht aufgemacht, da ist Dafna (Sarah Adler) schon zusammengebrochen – wenn Soldaten in Uniform an der Tür stehen, dazu ein Arzt, ist ja alles gesagt. Während man ihr Beruhigungsmittel spritzt, nimmt Michael (Lior Ashkenazi) mit versteinerter Miene die Nachricht entgegen: Jonathan, der Sohn, der einzige, 19 Jahre alt, ist ums Leben gekommen. Nein, er ist gefallen, wie es im euphemistischen Jargon heißt, gefallen im Dienst für Israel. Seine Frau werde jetzt eine Weile schlafen, sagt man Michael, er selbst solle pünktlich jede Stunde ein Glas Wasser trinken, dann werde es ihm bald besser gehen. Als ob.

Später kommt ein junger Soldat und spricht mit Michael die Trauerzeremonie durch, wann die erste Hälfte des Kaddisch vorgesehen sei und wann die zweite, wann ...

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