Urteilsplatz

Das Tulpenfest in Lahr: Ein Garant für mieses Wetter?

Manfred Dürbeck

Von Manfred Dürbeck

Mo, 15. April 2019 um 16:49 Uhr

Urteilsplatz

Gefühlt war das Wetter beim Lahrer Tulpenfest bislang immer schlecht. Ein Blick ins Archiv der BZ zeigt aber: Das stimmt so nicht

Was verbinden Sie mit dem Tulpenfest? Blütenpracht natürlich. Die Freude beim Entdecken der vielfältigen Sorten. Bewunderung für die Fleißarbeit der Gärtner.

Was aber die Witterung anbelangt, so hat der vergangene Sonntag alle Vorurteile bestätigt. Ist der Tulpentag nicht Garant für mieses Wetter? Regen und niedrige Temperaturen haben 2019 jedenfalls die Freude am Rundgang durch den Stadtpark merklich gedämpft.

Ist das nicht jedes Jahr das Gleiche?, meint ein Kollege in der Redaktionskonferenz.

Der Blick ins Archiv ergibt ein durchwachsenes Bild und zeigt, wie einen die Erinnerung doch täuschen kann. Dabei sind die Chronisten hart im Nehmen: "Regen gab den Tulpen die volle Pracht", titelten wir im April 2002. Die Folgejahre waren nicht wesentlich besser. Mal war das Wetter unsicher, mal trostlos.

Man spürt förmlich das Aufatmen des Berichterstatters, der 2006 seine Freude zum Ausdruck bringt: "Endlich einmal Sonne und blauer Himmel", steht über dem Beitrag. Offensichtlich hatte Petrus auch in den nächsten Jahren ein Einsehen: 2007 gab’s "traumhaftes Wetter". 2008 bis 2011 war das Tulpenfest von der Sonne verwöhnt.

Damit war es im April 2012 vorbei. Es wurde wieder pünktlich zum Tulpensonntag nass, und fast schon trotzig hieß es in der Ankündigung für 2014: "Das Tulpenfest findet bei jedem Wetter statt." Nicht ohne Grund, wie sich dann zeigte: Dicke Regenwolken sorgten dafür, dass der Besucherstrom sich in Grenzen hielt.

Nach dem Gesetz der Serie wäre jetzt in den kommenden Jahren eigentlich wieder eine Phase mit ausreichend Sonnenschein an der Reihe.