Reitsport

Das Turnier rentiert sich für den Reitverein Lahr

Bettina Schaller

Von Bettina Schaller

Mo, 14. September 2020 um 20:26 Uhr

Reitsport

Bei der ersten Hälfte des Lahrer Turniers sind die heimischen Kräfte erfolgreich, zudem rechnet sich die Veranstaltung finanziell.

. Es war der Tag der Springreiter des Reitervereins Lahr. Vor heimischem Publikum zeigten sie beim ersten Teil des Lahrer Turniers ihr Springvermögen. Am kommenden Wochenende wird die Veranstaltung auf der Reitanlage in Langenwinkel fortgesetzt.

Verena Schieler hatte gut lachen. Die Amazone vom RV Lahr hatte vier Pferde unter dem Sattel und musste am Samstag nur ganz knapp die goldene Schleife an Sebastian Schneider von der Reitsportgemeinschaft Kuppenheim im M-Springen mit steigenden Anforderungen abgeben. Sein Pferd Casper war ein Galoppsprung schneller als Crisscross. Der sechsjährige Holsteiner zeigte unter Verena Schieler einen harmonischen und gut abgestimmten Nullfehlerritt.

Das Badennova-Springen zum Abschluss des ersten Turniertages stand ganz im Zeichen der Lahrer Springsportler. Auf dem Podest ganz oben stand Verena Schieler, die auf Alice einen bravourösen Ritt hinlegte. Kira Eisele auf Franco’s Boy Z verfehlte um knapp eine Minute die Zeit von Schieler, was die silberne Schleife einbrachte. Auf Platz drei ritt Daniel Fleig auf Quick Casey. Und auch den vierten Platz holten die Lahrer Reiter mit Verena Schieler auf Escada in den heimischen Stall. Das Tüpfelchen auf das I setzte Verena Schieler am Sonntag beim Abschlussspringen, einer Prüfung der Klasse L mit steigenden Anforderungen. Auf Escada, Caja und Alice ritt die Lahrerin auf die ersten drei Plätze.

Sportlich erfolgreich war für den RV Lahr das Springturnier für die jungen Pferde, aber auch finanziell sorgte die Veranstaltung für ein zufriedenes Gesicht bei Dorothea Tibi. "Es rentiert sich", so die Schatzmeisterin. Coronabedingt habe man auf die Übergabe von Ehrenpreisen verzichten müssen, aber zum ersten Mal konnte die Siegerehrung vorgenommen werden. Die Gewinngelder werden überwiesen, so hat Corona den Turnierablauf verändert. Die größte Veränderung gibt es beim Modus der Nennungen. Diese waren beschränkt auf 50 Teilnehmer pro Prüfung und die Nennungen fänden online statt. "Wenn wir das Portal öffnen, ist binnen einer Viertelstunde die Prüfung geschlossen. Das geht rasend schnell", so Tibi. Sie bedauert, dass viele dabei außen vor seien. Dass beim Turnier am vergangenen Wochenende ein M-Springen und eine S-Prüfung gestrichen werden mussten, sei den mangelnden Nennungen geschuldet, so Tibi. Viele Vereine, die ihre traditionellen Turnieren absagen mussten, haben eigene Veranstaltungen kurzfristig ausgeschrieben, somit kollidierten die Termine. "Es wäre schwierig, die Prüfungen unter Corona-Bedingungen für mehr als 50 Teilnehmer zu öffnen", so Tibi.

So wird am kommenden Wochenende eine Zweitauflage stattfinden, auch mit Springprüfungen bis zur Klasse M* mit Stechen.