"Davor darf man keine Angst haben"

Beate Zehnle-Lehmann

Von Beate Zehnle-Lehmann

Do, 18. Juli 2019

Schuttertal

NEU IM GEMEINDERAT: Sebastian Mellert (CDU) aus Schweighausen ist das jüngste Mitglied im Gemeinderat Schuttertal.

SCHUTTERTAL-SCHWEIGHAUSEN (bzl). Sebastian Mellert ist mit 23 Jahren das jüngste Mitglied im neuen Schuttertaler Gemeinderat. Der Schweighausener hat den Einzug auf der Liste der CDU mit einem beachtlichen Wahlergebnis auf Anhieb geschafft. Diesem Vertrauensbeweis will er gerecht werden und seine Stärken für das Gemeinwohl einbringen, wie er sagt. "Ich habe keine Berührungsängste gegenüber dieser neuen und großen Aufgabe", sagt der junge Mann selbstbewusst.

Sebastian Mellert hatte sich seine Kandidatur sehr gut überlegt und eine Entscheidung nach vielen persönlichen Aspekten abgewogen. "Da war an erster Stelle die Frage, ob ich das zeitlich schaffe", sagt er, denn der gelernte Forst- und Landwirt besucht derzeit auch noch die Meisterschule. Außerdem arbeitet er mit im elterlichen landwirtschaftlichen Betrieb, der im Vollerwerb geführt wird.

Anfragen seitens der CDU-Gemeinderäte seien schon vor drei Jahren gekommen, zu diesem Zeitpunkt habe er sich als Zwanzigjähriger noch nicht die Gedanken darüber gemacht wie heute, gesteht Sebastian Meller. Nach erneuten Gesprächen in jüngerer Zeit habe er ein mögliches Amt aus einem anderen, wohl reiferen Blickwinkel betrachtet, bis er sich der Sache sicher war, sagt Mellert. "Wenn ich eine solche Verantwortung übernehme, dann will ich das gut machen und möglichst alle Termine wahrnehmen können."

Mit 1145 Stimmen auf Anhieb gewählt

Die hohe Wahlbeteiligung bei den diesjährigen Kommunalwahlen führt Sebastian Mellert spekulativ auf einen großen Anteil an jungen Wählern zurück – zumindest im Schuttertal. "Vielleicht haben die recht vielen jungen Kandidaten auf den Listen auch junge Wähler inspiriert. Immerhin kann man schon mit 16 Jahren wählen." Mit 1145 Stimmen beim ersten Mal in den Gemeinderat einzuziehen, das empfindet er als einen großen persönlichen Ansporn und Vertrauensbeweis in die junge Generation. Diesem Ergebnis möchte Sebastian Mellert Rechnung tragen und sich im besten Sinne für die Bürger starkmachen, betont er. Seine Schwerpunkte könnten in landwirtschaftlichen Themen liegen wie auch in wirtschaftspolitischen.

Er beurteilt sich selbst als einen Menschen, der neugierig ist und sich auch gerne mit Weitblick fortbildet. Dabei sei für ihn ein Allgemeinwissen eine ebenso wichtige Grundlage für die Gemeinderatsarbeit wie die Offenheit für Fachbereiche. "Bevor man sich für ein solches Amt entscheidet, sollte man wissen, dass man auch als Ansprechpartner fungiert. Davor darf man keine Angst haben und muss eine eigene Meinung vertreten können", findet er.

Den Gemeinderat sehe er grundsätzlich in der Pflicht, Entscheidungen zu treffen für alle Generationen und Ortsteile. Im Schuttertal schätze er vor allem den Zusammenhalt der Menschen auf vielen Ebenen, sei es bei bürgerschaftlichen Projekten wie dem Dorfladen oder in den Vereinen.