Den Angehörigen "in Frieden gehen lassen"

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 14. Oktober 2020

Emmendingen

Hospizdienst Emmendingen-Teningen-Freiamt und Diakonie bieten auch in Corona-Zeiten vielfältige Hilfen und Beratung an.

(BZ). Der Hospizdienst Emmendingen-Teningen-Freiamt in Trägerschaft des Caritasverbandes und das Diakonische Werk Emmendingen weisen auf die bestehenden Beratungs- und Gruppenangebote – auch zu Corona-Zeiten – hin.

Die Einzelbegleitungen durch den Hospizdienst, sei es in Form von Spaziergängen oder teilweise unter sehr erschwerten Bedingungen in Hausbesuchen bei der Begleitung von schwer kranken oder sterbenden Angehörigen, wurden unter den entsprechenden Schutzmaßnahmen, so gut es ging, auch in der Phase massiver Kontakteinschränkungen aufrecht erhalten. Dieses wichtige Angebot für die Angehörigen von schwer kranken oder unerwartet verstorbenen Menschen Abschied zu nehmen, besteht nach wie vor und ist unter den derzeit schwierigen Bedingungen für die betroffenen Hinterbliebenen wichtiger denn je, um wieder in das Alltagsleben zurück zu finden und den Angehörigen, in Frieden "gehen lassen" zu können und sich selbst gesund und lebensfähig zu erhalten, wie in einer Mitteilung betont wird.

Besonders gut genutzt wurden die Trauerwanderungen. Dieses Angebot findet jeden zweiten Samstag im Monat um 14 Uhr auf dem Schlossplatz Emmendingen, Treffpunkt, statt. Nach der coronabedingten Zwangspause werden auch die Gruppen- und Trauertreffen unter Berücksichtigung der allgemein geltenden Hygienekonzepte im Diakonischen Werk Emmendingen ab Mitte Oktober wieder starten.

Der offene Freitagstreff richtet sich an trauernde Angehörige, die sich mit Menschen in ähnlichen Situationen austauschen möchten. Ausgebildete Trauerbegleiter des Hospizdienstes begleiten dieses Angebot jeden dritten Freitag im Monat. Es ist ein offenes Treffen, eine Anmeldung ist nicht erforderlich und bedingt keine laufende Teilnahme. Ein geschlossenes Angebot, die feste Trauergruppe, mit sechs Terminen über einen Zeitraum von zwölf Wochen zu Themen der Trauerverarbeitung und Neuorientierung kann auf Anfrage beim Diakonischen Werk ab dem 10. November belegt werden.

Auch Einzelberatungen und Einzelbegleitungen für trauernde Menschen mit unterschiedlichen Schwerpunkten finden nach wie vor statt; so zum Beispiel für Kindertrauerarbeit, für trauende Erwachsene mit Verlust von Partnern, sonstiger vertrauter Personen oder erwachsener Kinder oder nach Tod- oder Fehlgeburt.

Ebenso gilt dieses Beratungsangebot für Institutionen wie Schulen oder Kindertagesstätten oder Arbeitgebern, zum Beispiel nach Verlusterfahrung in einem Team. Diese Angebote werden ausschließlich von hauptamtlichen Mitarbeitern des Hospizdienstes oder des Diakonischen Werkes durchgeführt. Die unterschiedlichen Angebote sind kostenfrei und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unterliegen der Schweigepflicht.

Anfragen unter: Hospiztelefon Emmendingen-Teningen-Freiamt, Sabine Weidert und Wilma Hollemann, Tel. 07641/44001, E-Mail: hospizdienst@caritas-emmendingen.de oder Diakonisches Werk Emmendingen, Cäcilia Jörger, Tel. 07641/91850, E-Mail: info@diakonie-emmendingen.de.

Info: Der nächste offene Freitagstreff für Menschen in Trauer findet am 16. Oktober von 17.30 bis 19 Uhr unter den allgemeinen coronabedingten Hygienevorschriften im Markt 15, Karl-Friedrich-Straße 20, in Emmendingen statt.