Den passenden Rahmen bieten

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Mi, 07. Oktober 2020

Haus & Garten

Bei der Fensterrahmenwahl gibt’s viele Möglichkeiten.

Wer modernisiert oder baut und neue Fenster und Türen benötigt, muss sich für ein Rahmenmaterial entscheiden. Die Wahl fällt nicht immer leicht – jedes Material hat seine Vorteile. Der Verband Fenster und Fassade (VFF) stellt in einer Pressemitteilung die Klassiker vor und verrät die Neuheiten.

Alleskönner Holz

Wer es besonders natürlich mag, der kommt an Fenstern aus Holz nicht vorbei. Nach dem aktuellen Stand der Technik gefertigt und konstruiert, sind Holzfenster langlebige Bauelemente mit sehr guten Voraussetzungen für die Statik und den Wärmeschutz. Und: Holz hat eine gute Wärmedämmung, was die Heizkosten verringert. Für den Rahmenbau eignen sich besonders einheimische Hölzer wie Fichte und Kiefer, gängig sind aber auch Meranti, Lärche oder Eichenholz. "Zudem ist Holz ein natürlich nachwachsender Rohstoff, der nicht erst unter hohem Ressourcenverbrauch produziert werden muss", betont VFF-Geschäftsführer Frank Lange. Rund 15 Prozent des Marktanteils sind Holzfenster.

Klassiker Kunststoff

Kunststofffenster, bevorzugt im Wohnungsbau verwendet, sind ebenfalls wahre Allrounder. Mit 57 Prozent haben sie zugleich den größten Marktanteil. Wie auch bei Holzfenstern ist ein hoher technischer und gestalterischer Anspruch bei diesen Fenstern heute Standard. Sie sind besonders leicht zu pflegen und zeichnen sich durch ihre Witterungsbeständigkeit, Schlagfestigkeit und besonders glatte Oberflächen aus. Ein Nachstreichen ist nicht erforderlich, was Folgekosten deutlich reduziert. Die Pflege und Wartung beschränken sich überwiegend auf das Ölen der Beschläge, Fetten der Dichtungen und Reinigen der Rahmenprofile. Kunststofffenster gibt es nicht nur in Weiß, sondern auch farbig in Dekor-, Acrylcolor- oder Spectraloberflächen. Zudem bieten sie sehr gute Wärmedämmwerte und sind in der Anschaffung in der Regel preisgünstiger als Holz- oder Aluminiumfenster. Nach ihrem Gebrauch werden Kunststofffenster übrigens nahezu vollständig recycelt. Auch Abfälle und Sägespäne, die bei der Fertigung entstehen, fließen in den Recyclingkreislauf.

Schlankes Aluminium

Dank des widerstandsfähigen Materials Aluminium mit seiner sehr hohen Eigenfestigkeit können Konstruktionen besonders filigran groß gebaut werden und erlauben selbst bei bodentiefen Fenstern und Türen meist schlanke Rahmenquerschnitte. Dass Aluminiumfenster wegen ihres Materials besonders lange Wind und Wetter trotzen, in einer Vielzahl von Farben beschichtet und lackiert werden können, sind weitere Pluspunkte. Aluminiumfenster machen 19 Prozent des hiesigen Markts aus und werden häufig in hochwertigen Wohnungen und im Gewerbebau verwendet. Gerade in diesem Bereich entwickeln Bauherren häufig mit Architekten objektspezifische Lösungen. Denn Aluminiumfenster und -türen, aber auch sogenannte festverglaste Pfosten-Riegel-Konstruktionen, bieten vielfältigen Gestaltungsraum für individuelle Wünsche.

Materialmix

Wer möchte, kann natürlich das Beste aus verschiedenen Welten wählen. Anstatt sich für nur ein Material zu entscheiden, sorgt man mit beispielsweise einem Holz-Aluminium-Fenster für einen echten Hingucker. Bei diesen hat man auf der Innenseite mit Holz die ästhetische Haptik des Naturproduktes, während die äußere Oberfläche dauerhaft Wind und Wetter standhält. Im Trend liegen auch Kunststoff-Aluminiumfenster. Das sind Kunststofffenster mit einer außenliegenden, in der Regel farbigen Aluminiumdeckschale. So profitiert der Bauherr von den Vorteilen des Kunststofffensters und kann außenseitig farbige Akzente setzen, da die Aluminiumschale hochwertig farbig pulverbeschichtet werden kann. Wie man sich auch entscheidet, für beide Varianten gilt, dass durch die Kombination beider Materialien die jeweils positiven Eigenschaften gebündelt und sogar gesteigert werden.