Ein "Säsli" für den Schindelmacher

Frank Kiefer

Von Frank Kiefer

Mi, 09. September 2009

Denzlingen

Am Sonntag wird in Denzlingens Unterdorf wieder der "Tag der Heimat" gefeiert / Heimatmuseum und Storchenturm geöffnet.

DENZLINGEN. Das Alemannische ist reich an Begriffen, die den Alltag betreffen oder von einer alten Berufsgruppe benutzt wurden. Dass "Anken" die Butter bezeichnet oder "drillen" nichts anderes heißt wie drehen, mag bekannt sein. Aber bitte, was ist ein "Säsli"? Ein Besuch im "Alt-Denzlinger Heimet- hues" bringt es an den Tag – am Sonntag, 13. September, wird dort von 11 Uhr an der "Tag der Heimat" gefeiert.

"Ä Säsli, ä Stäckespitzer oder Gertel isch ä Werkzig, wummer zum Schindle mache brucht", weiß Karl Burger. Der 80-jährige Zimmermann ist einer der Freiwilligen, die als Dienstagsgruppe des Heimatvereins das kleine "Alt-Denzlinger Heimet-hues" auf Vordermann halten.

Das "Säsli" hängt im Erdgeschoss der zum Museum umgebauten Scheune im Denzlinger Unterdorf, dort, wo die Holzwerkzeuge ausgestellt sind. "Mi Onkel war Holzmacher", erzählt Karl Burger. Und als Bub war er mit ihm oft im Wald, musste manches Werkzeug tragen helfen: "mir Kinder ’s Gabelmaß un’ ’s Bundmaß". Der Onkel dagegen die scharfen oder schweren Werkzeuge.

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