Feuerwehreinsatz

Hausbrand in Denzlingen: Drei Bewohner verlieren ihr Zuhause

Sebastian Krüger

Von Sebastian Krüger

Fr, 24. Januar 2020 um 14:04 Uhr

Denzlingen

Unbewohnbar ist ein Haus an der Waldkircher Straße in Denzlingen nach einem Brand am Freitagnachmittag. Wie die Polizei mitteilt, gab es keine Verletzten. Die Kripo ermittelt.

Weil eine Matratze aus bislang ungeklärten Gründen Feuer fing, kam es am Freitag zu einem Hausbrand in der Waldkircher Straße. Die Rettungskräfte wurden gegen 11.30 Uhr alarmiert und konnten den Brand löschen. Verletzt hat sich dabei niemand.

"Wir kümmern uns darum, den Bewohnern eine neue Bleibe zu organisieren." Markus Hollemann, Bürgermeister
Bei dem Haus handelt es sich um eine eingeschossige, gemeindeeigene Unterkunft mit einem kleinen Satteldach, in der laut Bürgermeister Markus Hollemann drei Menschen lebten. "Wir kümmern uns darum, ihnen für heute eine neue Bleibe zu organisieren. Dort werden sie dann auch die nächsten Tage wohnen können", sagte Hollemann der BZ. Er sprach von einem Schock, zeigte aber auch Erleichterung, dass sich niemand verletzt habe.

Der Dachstuhl brannte komplett aus

Die ausgebrannte Sozialwohnung ist nach Einschätzung der Feuerwehr erstmal unbewohnbar. "Der linke Bereich der Wohnung ist komplett zerstört, weil das Dach aufgrund des Brands nach innen eingestürzt ist. Auch die Küche ist vollkommen unbewohnbar", sagte Kommandant Martin Schlegel.

Zum Brandhergang erklärte er, dass die Bewohner eine brennende Matratze durch die Haustür aus der Wohnung getragen hätten, um sie im Freien zu löschen. Bei dem Versuch sei das Feuer auf den Dachstuhl übergetreten. Wie es genau dazu kam, konnte er sich nicht erklären.

Als die Feuerwehr dann eintraf, habe es zunächst nach einem gewöhnlichen Zimmerbrand ausgesehen, sagte Sprecher Stephan Konrad. Bei näherer Betrachtung habe sich gezeigt, dass das Feuer sich in den Dachstuhl hineingefressen habe. Aus dem Inneren der Wohnung hätten die Einsatzkräfte das Feuer gut in den Griff bekommen. Sie hätten alle Zwischendecken geöffnet, um zu überblicken, wie weit sich das Feuer ausgebreitet habe. Anschließend wurde alles Material aus der Wohnung geräumt, um nach versteckten Glutherden zu suchen. Auch Wärmebildkameras hatten die Feuerwehrkräfte eingesetzt. Obwohl nur wenige Meter entfernt ein Haus mit Holzfassade stand, blieb es vom Feuer verschont. "Zum Glück ist es uns gelungen, das Feuer schnell unter Kontrolle zu bringen, ansonsten wäre wohl ein Vollbrand entstanden", so Konrad.

Kriminalpolizei ermittelt

Insgesamt waren nach Angaben der Feuerwehr 26 Kräfte mit einem Löschfahrzeug im Einsatz. Dieser habe rund zweieinhalb Stunden gedauert. Die Kriminalpolizei übernahm am Unglücksort anschließend die Ermittlungen zur Brandursache.