Eishockey

Der EHC Freiburg erzielt gegen Bad Nauheim in der letzten Sekunde den 5:4-Siegtreffer

Toni Nachbar

Von Toni Nachbar

Mo, 08. März 2021 um 22:13 Uhr

EHC Freiburg

Das war noch verrückter als gegen Dresden: Der EHC Freiburg gerät gegen Bad Nauheim ins Wanken. Schließlich gewinnen die Wölfe dann doch noch – in der letzten Sekunde der Partie mit 5:4.

Der EHC bleibt weiterhin in der Erfolgsspur: Dem spektakulären 9:6-Heimsieg gegen die Dresdner Eislöwen folgte am Montagabend ein 5:4 (1:0, 2:1, 2:3)-Erfolg gegen den EC Bad Nauheim in der Echte-Helden-Arena. Dabei verspielten die Wölfe zwischenzeitlich einen 3:0-Vorsprung und mussten in der letzten Minute den 4:4-Ausgleich hinnehmen. Als die Verlängerung unvermeidlich schien, gelang Chad Bassen 0,4 Sekunden vor Schluss doch noch der umjubelte Freiburger Siegtreffer.

Der Trainer der Gäste, Harald Lange, war nach diesem Ausgang des Spiels konsterniert und sagte in der Pressekonferenz: "Mir fehlen die Worte." Der Freiburger Coach, Peter Russell, kommentierte den glücklichen Sieg gelassen: "Wir haben jetzt 14 Spiele in Folge gepunktet. Das gibt mir ein gutes Gefühl. So kann es weitergehen."

Russell hatte gegenüber dem Dresden-Spiel zwei nennenswerte personelle Änderungen vorgenommen: Ben Meisner kehrte für Enrico Salvarani ins Freiburger Tor zurück, und Cam Spiro, die vergangenen Spiele nicht im Wölfe-Kader, stand in der zweiten Angriffsreihe neben Gregory Saakyan und Chad Bassen. Dafür musste Evan Mosey als überzähliger ausländischer Kontingentspieler passen.

Wölfe mussten viel arbeiten

Die Schuss-Statistik von 30:28 nach zwei Dritteln zugunsten des Teams aus der hessischen Wetterau zeigt bereits, dass die Wölfe viel arbeiten mussten, um den bisherigen Tabellenletzten unter Kontrolle zu halten.

Meisner hatte nach der 1:0-Führung der Freiburg durch Chad Bassen so manche brenzlige Situation zu bereinigen, auch weil die Freiburger bis zur 22. Minute zweimal in Unterzahl gerieten. Wegen eines Checks von hinten kassierte EHC-Verteidiger Hagen Kaisler eine zusätzliche Zehn-Minuten-Strafe.

Bad Nauheim hatte die Moral

Dennoch hätte man meinen können, die Wölfe wären auf dem Weg zu einem souveränen Heimsieg, als Gregory Saakyan und Nikolas Linsenmaier mit platzierten Schüssen zum 2:0 und 3:0 die ersten beiden Powerplay-Situationen des EHC mit Toren krönten. Irrtümlich diese Annahme, denn die Mannschaft aus Bad Nauheim hatte nicht nur die Moral sondern auch die spielerische Klasse ins Match zurück zu kommen.

Der Doppelschlag des Teams von Trainer Lange zu Beginn des letzten Drittels durch Christoph Körner und Stefan Reiter setzte den EHC unter Druck: Minutenlang lag die Überraschung in der Luft, obwohl die Freiburger mit wütenden Angriffen und guten Torchancen auf das 4:3 drängten. Doch es dauerte bis zur 55.Minute, ehe Spiro den jungen Saakyan so frei spielte, dass dieser zum erneuten Freiburger Führungstreffer einnetzte. Doch die nicht aufgebenden Gäste trafen 31 Sekunden vor der Schlusssirene zum 4:4. Zu einem Punkt reichte es dennoch nicht.

Die Aufstellung des EHC

Tor: Meisner

Verteidigung: Pageau/Spornberger; Kurz/Brückmann; Kaisler/Neher; Rausch

Angriff: Billich/Hult/Allen; Saakyan/Bassen/Spiro; Danner/Linsenmaier/Wittfoth; Trinkberger, Tschwanow.
Zahlen zum Spiel

Tore:
1:0 Bassen (11. – Brückmann, Tschwanow)
2:0 Saakyan (24. – Hult, Pageau)
3:0 Linsenmaier (29. – Brückmann, Spiro)
3:1 Cabana (39. – Ketter, Reiter)
3:2 Körner (42. – Ketter, Hohmann)
3:3 Reiter (43. – Cabana, Sekesi)
4:3 Saakyan (55. – Spiro, Bassen)
4:4 Cabana (60. – Schmidt, Hohmann)
5:4 Bassen (60. – Saakyan, Spiro).

Schuss-Statistik: 40:42 (15:15, 13:15, 12:12).
Strafminuten: 6 (plus Zehn-Minuten Strafe für Hagen Kaisler) – 4.