"Der Kreis sollte zum Vorbild werden"

Kathrin Blum

Von Kathrin Blum

Sa, 07. Dezember 2019

Kreis Breisgau-Hochschwarzwald

BZ-Plus BZ-INTERVIEW mit Franz-Josef Winterhalter, der im Namen der Freien Wähler den Antrag stellt, ein Zukunftsforum einzurichten.

BREISGAU-HOCHSCHWARZWALD. Nicht nur an morgen denken, sondern weit darüber hinaus: Das möchten die Freien Wähler im Kreistag. Sie beantragen die Einrichtung eines Zukunftsforums. Kathrin Blum wollte von Fraktionschef Franz-Josef Winterhalter wissen, welche Ziele die Freien Wähler im Blick haben und warum ihnen das Tagesgeschäft nicht genug ist.

BZ: Trotz florierender Wirtschaft und sprudelnder Steuern konnte der Landkreis seine finanzielle Situation in den vergangenen Jahren nicht verbessern. Und jetzt?
Winterhalter: Es stimmt: Der Kreis steht finanziell mit dem Rücken zur Wand, die Schuldenlast ist weiter gewachsen. Trotzdem müssen wir die Zeit des Niedrigzinses nutzen, um langfristige Ziele in allen wichtigen Bereichen des täglichen Lebens zu verfolgen und die Grundversorgung zu sichern.

BZ: Als ehemaliger Bürgermeister schielen Sie vermutlich nicht auf die Erhöhung der Kreisumlage, um das zu finanzieren.
Winterhalter: Nein, da können wir wenig drehen, denn letztlich fällt das dem Kreis auf die Füße. Kreis und Kommunen sind wie siamesische Zwillinge. Man darf sie auf keinen Fall gegeneinander ausspielen.

BZ: Wie erklären Sie den Kreisbewohnern die finanzielle Misere?
Winterhalter: Es gibt mehrere Baustellen. Nehmen wir die 30 Millionen Euro, die wir an offenen Forderungen für die Flüchtlingsunterbringung haben: Wir wissen nicht, wann wir dieses Geld vom Land Baden-Württemberg bekommen – und ob überhaupt. Wir ...

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