Volleyball

Der Start in die neue Saison der FT-Volleyballer verspricht viel

Toni Nachbar

Von Toni Nachbar

So, 24. Oktober 2021 um 14:23 Uhr

Volleyball

Die Volleyballer der FT 1844 Freiburg wollen eine gute Saison spielen – ihr Saisonstart lässt Hoffnungen aufkeimen. Attraktive Auftritte der Affenbande versprühen Zuversicht.

Die Freiburger Volleyball-Fans haben genug Gründe, sich in dieser Saison auf den Weg in die neue Sporthalle in der Schwarzwaldstraße zu machen. Denn der Zweitligist FT 1844 Freiburg deutet mit attraktiven Auftritten an, dass in dieser Spielzeit viel von der Affenbande zu erwarten sein dürfte. Dafür stehen ein beharrlich aufgebautes Team und zwei interessante Neuzugänge.

"Es macht derzeit sehr viel Spaß, mit diesen fleißigen Spielern zu arbeiten" Jakob Schönhagen
Spricht man über Zweitliga-Volleyball in Deutschland und vor allem in Freiburg, muss man stets bedenken, dass trotz der hohen Spielklasse die Akteure lupenreine Amateure sind. Hier baggern, pritschen und schmettern Schüler und Studenten, Angestellte, Lehrer oder Ärzte, die zahlreiche Termine und Verpflichtungen neben dem Sport wahrnehmen müssen. Dennoch bemüht sich die FT-Volleyballabteilung, Trainingseinheiten vormittags und abends anzubieten. Nur hat der engagierte Coach des Zweitligisten, Jakob Schönhagen, selten den gesamten Kader um sich, oft muss er auch bei den Matches auf den einen oder anderen seiner Spieler nicht nur verletzungsbedingt verzichten.

Umso beachtlicher ist deshalb, welch guten Sport die paar hundert Zuschauer in der FT-Sporthalle während der ersten Heimspiele der 1844er seit Meisterschaftsbeginn zu sehen bekamen. Die Freiburger unterlagen zwar den starken Konkurrenten aus Mimmenhausen (2:3) und Hammelburg (1:3), doch mehr als nur phasenweise zeichnete sich ab, dass Trainer Schönhagen gute Argumente besitzt, wenn er erwartet, sein Team könne in dieser Saison "so richtig ins Rollen" kommen.

Es herrscht noch Entwicklungspotential

In Luc Hartmann, Paul Botho, Lorenz Rudolf, Paul Mauch sowie Pascal Ristl und Fredrik Frisch befehligt Schönhagen einen immer noch jungen Spieler-Stamm, der in der FT-Nachwuchsschmiede ausgebildet wurde und dessen Identifikation mit dem Verein sehr hoch ist. "Es macht derzeit sehr viel Spaß, mit diesen fleißigen Spielern zu arbeiten", schwärmt der FT-Trainer. Seine Aussage zielt nicht nur auf die Gegenwart, vielmehr ist Schönhagen überzeugt, dass diese Spieler allesamt in den nächsten Jahren noch besser werden.

Ihnen zur Seite stehen nicht nur die etwas erfahreneren Tobias Nolte (Mittelblock) und Jonathan Schönhagen (Libero), sondern auch zwei Neuzugänge, die auf Anhieb andeuteten, dass der FT-Anhang noch viel Freude an ihnen haben könnte. Auf Zuspieler Sebastian Dinges, der in Rüsselsheim und Mainz-Gonsenheim bereits Zweitliga-Meriten erwarb, und den australischen Außenangreifer Malachi Murch lastet aber auch die Erwartung, die im Sommer abgewanderten "Legionäre" Mauri Kurppa und Mateusz Lysikowski auf ihren Positionen wenigstens gleichwertig zu ersetzen. Dabei spricht schon jetzt einiges dafür, dass sie die FT sogar noch weiter voranbringen als ihre keineswegs enttäuschenden Vorgänger.

Hein und Murch wären ein tolles Angriffsduo

Der 24-jährige angehende Lehrer Dinges war bislang in allen sieben Saisonspielen eine Konstante im Spiel der Affenbande, von seiner sachlichen Spielweise profitieren die FT-Angreifer enorm. Einer davon ist Murch, der allerdings zum Saisonstart noch fehlte, weil er mit der australischen Nationalmannschaft bei der Asienmeisterschaft weilte. Doch am Heim-Doppelspieltag gegen die Young Volleystars Friedrichshafen (3:0) und den TV DJK Hammelburg (1:3) blitzte bereits auf, wie wertvoll der 26-Jährige für die FT werden könnte. Murch als Außenangreifer und Oliver Hein auf der Diagonalposition verliehen dem Freiburger Angriffsspiel zumindest zwei Sätze lang eine Wucht und Effizienz, die die Hammelburger vor große Probleme stellten.

Die Krux: Oliver Hein, einer der besten Volleyballer, den die FT 1844 Freiburg in den vergangenen Jahren hervorgebracht hat, wurde vor einigen Monaten am Ellbogen operiert und verspürt seitdem mal Schmerzen an der Schulter. Zudem kann der 24-jährige Universalangreifer auch wegen seines Jurastudiums nicht das volle Volleyball-Programm bei der FT mitmachen.

Deshalb freut sich der Trainer des aktuellen Tabellensechsten, dass ihm noch altgediente Spieler zur Seite stehen, die sich angetrieben von sportlichem Ehrgeiz immer noch weigern, ihre Karriere zu beenden und bereit sind, für die Mannschaft einzuspringen.

Nächstes Heimspiel am 30. Oktober

Zu erwähnen ist besonders Marcus Gensitz. Der Routinier ist beruflich und familiär sehr eingebunden, versäumt aber kein Training. Auch Libero Oliver Morath, der als Arzt an der Uniklinik arbeitet, steht als Backup zur Verfügung. Und sogar Dominic Salomon, der als Gymnasiallehrer täglich nach Waldshut pendelt, trainiert noch mindestens einmal mit der Mannschaft, die ihr nächstes Heimspiel am 30. Oktober, 20 Uhr, gegen den TuS Kriftel bestreitet.