Toter in Silvesternacht

Der tödliche Böller-Unfall von Gerstheim hat ein Nachspiel

BZ-Redaktion

Von BZ-Redaktion

Di, 12. Januar 2021 um 19:54 Uhr

Elsass

Der Tod des 25-Jährigen aus dem elsässischen Gerstheim, der sich in der Neujahrsnacht mit einem Mörser voller Feuerwerkskörper den Kopf weggeschossen hat, hat ein juristisches Nachspiel.

Bei dem Unfall erlitt der 24-jährige Freund des Getöteten schwere Verletzungen im Gesicht. Laut eines Berichts der Tageszeitung Dernières Nouvelles d’Alsace sind am Mittwoch zwei Männer im Alter von 25 und 30 Jahren in der Gegend von Boofzheim, also dem Ort, in dem sich die Tragödie ereignet hat, festgenommen worden.

Sie werden verdächtigt, Teile des Mörsers und des Feuerwerks verkauft zu haben. Die Polizei hatte bei den Ermittlungen, so berichtet die Zeitung, einen Sprengstoffspürhund vom Flughafen Basel-Mulhouse eingesetzt, der in der Wohnung eines der beiden Verdächtigen 57 Teile von Mörsern und Feuerwerk gefunden hat, das offenbar nur von Profis verwendet werden darf.

Debatte über generelles Feuerwerk-Verbot

Im Elsass hat das Unglück erneut eine Debatte darüber ausgelöst, dass der Verkauf von Feuerwerk generell verboten werden sollte. Diese Diskussion war bereits nach dem Jahreswechsel 2019/2020 aufgekommen, als Feuerwerkskörper vor allem in Straßburg dazu genutzt wurden, ganze Parkplätze voller Autos abzufackeln und auch bei Angriffen auf Sicherheits- und Rettungskräfte eingesetzt worden waren.