Landesliga

Der Topfavorit VfR Hausen wird seiner bisher Rolle gerecht

Lukas Karrer

Von Lukas Karrer

Do, 15. Oktober 2020 um 16:44 Uhr

Landesliga Staffel 2

Eine Analyse aus Sicht der Fußballvereine aus dem Bezirk Freiburg nach dem Start der Landesliga. Wer sind die positiven Überraschungen der ersten acht Spieltage und wer hängt den eigenen Erwartungen hinterher?

Die Hälfte der Vorrunde ist in der Fußball-Landesliga absolviert. Naturgemäß sind nicht alle Teams aus dem Fußballbezirk Freiburg mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden. Wer sind die positiven Überraschungen der ersten acht Spieltage und wer hängt den eigenen Erwartungen hinterher?

Ohne jede Anpassungsschwierigkeiten überzeugt der Bahlinger SC II als Aufsteiger und nimmt so die Rolle des Senkrechtstarters ein. 17 Zählern aus sieben Partien sammelte die Elf von Trainer Ali Gasmi, der Tabellendritte ist noch ungeschlagen. Dem BSC-Coach gelingt es bisher bestens, junge hungrige Spieler und Akteure, die in der ersten Mannschaft nicht zum Zug kommen, zu einem spielstarken Team zu vereinen. "Ich sehe es weiter als unseren Hauptaspekt, junge Spieler weiterzuentwickeln. Dass wir so sportlich in einer sehr guten Situation sind, ist umso besser", so Gasmi.

Noch vor den Kaiserstühlern liegt mit der SG Nordweil/Wagenstadt das bisherige Überraschungsteam. "Die rennen und kämpfen nicht nur, die können auch kicken", sagte Werner Gottschling, Trainer des VfR Bad Bellingen jüngst über den aktuellen Tabellenzweiten, der sich unter seinem Spielertrainerduo Jonas Bühler und Philipp Hensle in den vergangen Jahren auch nahezu komplett ohne externe Zugänge stetig weiterentwickelt hat.

Den hohen Erwartungen gerecht geworden ist bisher der Topfavorit, der VfR Hausen. Das Team von Simon Schweiger ist wie der Bahlinger SC II noch ungeschlagen. Der Tabellenführer wirkt in der Spitze und auch in der Breite des Kaders nominell ligaweit am besten besetzt.

Voll im Soll befinden sich der FSV RW Stegen, der SV Ballrechten-Dottingen, der SV Au-Wittnau, der VfR Bad Bellingen und der SV Kirchzarten, die das Mittelfeld der Liga schmücken. Gerade die Dreisamtäler aus Stegen deuteten an, dass sie bei einem Saisonverlauf ohne Verletzungspech noch oben reinrutschen können. "Unser primäres Ziel ist eine sorgenfreie Saison", will Trainer Stefan Schwär aber nicht allzuweit nach oben schielen.

Mit einem besseren Start geliebäugelt haben die SpVgg Untermünstertal, der Freiburger FC II und der SC Wyhl. Das Trio der Unzufriedenen ließ bisher die Konstanz vermissen. "Wir haben in den ersten vier Ligaspielen nur ein Tor geschossen. Im letzten Drittel fehlte es uns leider oft an Durchschlagskraft", nennt Dominik Ruth, Trainer des SC Wyhl, Gründe für den mäßigen Start seiner Mannschaft, die zuletzt mit sieben Zählern aus vier Partien zulegen konnte.

Zu den bisher Enttäuschten zählen der FV Herbolzheim, der einem Platz im vorderen Drittel angepeilt hat und in sieben Saisonspielen bereits vier Niederlagen hinnehmen musste, der FC Bad Krozingen, der zuletzt fünfmal in Folge den Platz als Verlierer verlassen hatte, und Ligaschlusslicht FC Freiburg-St.Georgen.