Wehr

Der Zahnradhersteller KPG zieht von Öflingen nach Albbruck

erb/tao

Von Erika Bader & tao

Fr, 16. April 2021 um 14:49 Uhr

Wehr

Weil der Platz zu knapp geworden ist, will der Zahnradhersteller Kownatzki Premium Gears GmbH (KPG) seinen jetzigen Standort in Wehr aufgeben.

Der Öflinger Zahnradhersteller Kownatzki Premium Gears GmbH (KPG) plant, seinen Standort in Öflingen aufzugeben und den Firmensitz nach Albbruck zu verlegen. Der Gemeinderat von Albbruck hat der Öflinger Firma mit der Zustimmung zu einer Bebauungsplanänderung den Weg für eine Ansiedlung geebnet.

In der Gemeinderatssitzung am Montag in Albbruck haben sich die Räte mit der vierten Änderung und Erweiterung des Bebauungsplanes "Rütte-Allischmatten" für eine Ansiedlung des Zahnradherstellers ausgesprochen. Durch den Beschluss soll "die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der Gemeinde gesichert und gestärkt werden", heißt es in der Vorlage. Genau diese Wettbewerbsfähigkeit fällt nun von Wehr ab.

Auch wenn die KPG auf ihrer Unternehmenshomepage von Wehr als einem "idealen Ort, um Spitzentechnologie zu produzieren" spricht, zieht es das Unternehmen doch nach Albbruck. Denn dort kann die KPG auf rund zwei Hektar in Zukunft ihre Hallen errichten. Die Planungen umfassen im ersten Bauabschnitt auf dem Albbrucker Areal eine Produktionshalle, die 90 x 54 Meter groß werden soll und ein angegliedertes dreigeschossiges Bürogebäude mit den Maßen von 40 x 25 Meter.

Im Werk in Öflingen waren bisher mehr als 80 Beschäftigte angestellt. Das Unternehmen fertigt unter anderem Zahnräder, Ritzelwellen, Getriebesätze und Sondergetriebe. Um das Wachstumsziel des Unternehmens zu erreichen, ist eine neue Produktionsstätte mit Logistik und Verwaltung erforderlich geworden.

Da am Standort Öflingen keine räumlichen Reserven zur Verfügung stehen, stellt sich der Standort Albbruck als Alternative dar. Die Planung der Firma KPG sieht als ersten Schritt die Errichtung der dringend benötigten Produktionshalle mit einem angegliederten Verwaltungsgebäude auf der östlichen Geländehälfte vor. Auf der westlichen Seite, Richtung Tennishalle, ist der Bau einer weiteren Produktionshalle geplant.

Der Wegzug der KPG trifft Wehr. In der jüngeren Vergangenheit schloss die Dreiländereck und Celanese plant ebenfalls, den Standort in Wehr zu schießen.