EZB

Der schräge Turm von Frankfurt

Arne Bensiek

Von Arne Bensiek

Di, 21. Oktober 2014 um 00:10 Uhr

Deutschland

1,3 Milliarden Euro hat sich die Europäische Zentralbank ihr neues Zuhause kosten lassen. Noch bevor die ersten Banker einziehen ist klar, dass das neue Gebäude zu klein ist.

Das neue Zuhause des Euro windet sich schräg in den Himmel über Frankfurt. In der hellblau strahlenden Glasfassade des Doppelturms spiegeln sich an diesem Tag die weißen Wolken. "Das ist kein normales Bürogebäude", sagt Wolf Dieter Prix über sein Werk. "Das ist ein dreidimensionales Zeichen für Europa." Nüchtern betrachtet hat der Wiener Architekt einen in sich verdrehten Wolkenkratzer entworfen, den er erst der Länge nach geteilt und dann umgekehrt wieder zusammengesetzt hat. Das zukünftige Gebäude der Europäischen Zentralbank (EZB) im Osten von Frankfurt sieht von jeder Seite anders aus: aus dem Norden mächtig und klobig wie ein Elefantenfuß, von Süden wie eine undurchdringbar verspiegelte Festung, von Osten wie die Klinge eines Teppichmessers, von Westen – der schönsten Seite – wie ein dünner Bohrer.

Der neue Sitz der EZB ist eines der teuersten Gebäude Deutschlands. 1,3 Milliarden Euro wird der Neubau am Ende etwa kosten. Die denkmalgeschützte Großmarkthalle, auf deren Gelände er steht, wurde von Grund auf saniert und mit dem Büroturm verschmolzen. Kabel und Böden sind verlegt, Schreibtische aufgestellt, Lampen angeschlossen. Draußen vor dem Glasturm walzen Baumaschinen den Asphalt ...

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