USA

Dichterin Amanda Gorman beschreibt Diskriminierungserfahrung

dpa

Von dpa

Sa, 06. März 2021 um 18:19 Uhr

Panorama

Vor rund sechs Wochen begeisterte sie mit ihrem Gedicht bei der Amtseinführung Joe Bidens die Welt. Doch das bewahrt Amanda Gorman nicht davor, Rassismuserfahrungen zu machen.

Die schwarze US-amerikanische Dichterin Amanda Gorman (22) hat von einem Zwischenfall mit einem Sicherheitsmitarbeiter ihres Wohnhauses berichtet. "Ein Wächter ist mir heute auf dem Weg nach Hause nachgelaufen", schrieb Gorman, die mit ihrem Gedicht bei der Amtseinführung von Präsident Joe Biden weltweit berühmt wurde, auf ihren Social-Media-Kanälen. Er habe gefragt, ob sie dort lebe, weil sie "verdächtig aussehe".

"Ich habe ihm meine Schlüssel gezeigt und mich dann in mein Gebäude reingelassen. Er ist weggegangen, ohne Entschuldigung", schilderte Gorman am Freitagabend (Ortszeit) auf Twitter und Instagram. "Das ist die Realität für schwarze Mädchen: Am einen Tag nennen sie dich eine Ikone, am nächsten Tag eine Bedrohung."



Gorman hat nicht näher beschrieben, wo sich er Vorfall ereignete, ihr Twitter-Accounts weist Los Angeles als Ort aus. In einem weiteren Tweet schrieb sie zwanzig Minuten später: "Auf eine Art hatte er recht. ICH BIN EINE BEDROHUNG: Eine Bedrohung für die Ungerechtigkeit, die Ungleichheit, die Ignoranz. Jeder, der die Wahrheit sagt und mit Hoffnung durchs Leben geht, ist eine offensichtliche und große Gefahr für diejenigen mit Macht."