Kinderbetreuung

Die Container an der Kita Laufen werden nun weiter genutzt

Volker Münch

Von Volker Münch

Mo, 21. September 2020 um 07:01 Uhr

Sulzburg

In Sachen Kinderbetreuung stehen nun nach dem Bürgerentscheid in Sulzburg Gespräche an – etwa mit Elternvertretern, Kitaleitungen und der Verwaltung.

Das Ergebnis des Bürgerentscheids in Sulzburg zur Erhaltung der Betreuung von Kindern über und unter drei Jahren in der Kindertagesstätte in Laufen ist nun auch amtlich bestätigt. Jetzt geht es um den weiteren Weg, wie die Betreuung bei steigenden Kinderzahlen erfolgen wird und wie der Strukturwandel in gutem Einvernehmen mit den Eltern umgesetzt werden kann.

"Das erforderliche Quorum wurde erreicht, der Erhalt der Betreuung der über Dreijährigen in Laufen wird mit einer deutlichen Mehrheit gewünscht", fasste Bürgermeister Dirk Blens in der jüngsten Gemeinderatssitzung zusammen.

Damit die Zahl der Betreuungsplätze bis zum Sommer 2023 ausreicht, sei nun die Containerlösung baurechtlich geprüft und vorerst um ein Jahr verlängert worden, berichtete der Bürgermeister. Auch die Betriebserlaubnis wurde vom Kommunalverband für Jugend und Soziales des Landes (KVJS) entsprechend verlängert. Für die SOS-Kindertagesstätte ergeben sich nun – da keine Ü3-Kinder aus der Kita Laufen aufgenommen werden – für die freiwerdenden Kapazitäten die Möglichkeit, auswärtige Kinder in die Betreuung aufzunehmen, berichtete Blens.

Für die Weiterentwicklung der Angebote in der Tagesbetreuung arbeitet die Stadtverwaltung bei der Bedarfsplanung eng mit dem Jugendamt des Landratsamtes zusammen. "Über die Ergebnisse werden wir in Kürze berichten", sagte Blens.

Für die Weiterentwicklung der Angebote soll ein Arbeitskreis die Arbeit aufnehmen. Dieser Arbeitskreis setzt sich aus zwei Vertretern des Gemeinderates, aus dem Ortsvorsteher und einem weiteren Ortschaftsrat wie auch aus dem Bürgermeister und Hauptamtsleiter zusammen. Bei Bedarf ergänzen die Leiter des Rechnungsamtes und des Bauamtes die Runde. Optional nimmt an den Sitzungen eine Vertreterin des Landratsamtes aus dem Fachbereich Planung, Qualitätsentwicklung und Bildung teil. Zum Arbeitskreis gehören auch jeweils ein Mitglied des Elternbeirates beider Kindertagesstätten, die Einrichtungsleitungen und ein Vertreter der Elterninitiative.

"Es ging um die Auseinandersetzung zwischen Gemeinderat und Eltern. Die müssen nun zusammenfinden. Wieso soll also der Ortschaftsrat beteiligt werden?", fragte Stadtrat Friedhelm Busch. Auch der Ortschaftsrat müsse gehört werden, betonte Ratsmitglied Martin Benz. "Ich glaube, da ist etwas zu Bruch gegangen. Wir sollten nach vorne schauen und deshalb auch den Ortschaftsrat einbeziehen. Es geht um Vertrauensbildung", empfahl Stadtrat Harald Stoll. Am Ende beschloss der Rat die vorgeschlagene Besetzung, Friedhelm Busch enthielt sich der Stimme.