Wolfgang Schäuble

"Die deutsch-französische Zusammenarbeit ist entscheidend, um Europa voranzubringen"

Siri Warrlich und Christopher Ziedler

Von Siri Warrlich & Christopher Ziedler

Mo, 21. Januar 2019 um 07:40 Uhr

Deutschland

BZ-Plus Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble lobt im BZ-Interview mit Siri Warrlich und Christopher Ziedler den neuen deutsch-französischen Vertrag – fordert aber auch mehr Engagement.

An diesem Dienstag, dem 56. Jahrestag des Élysée-Vertrags, wird in Aachen ein neues deutsch-französisches Abkommen unterzeichnet. Siri Warrlich und Christopher Ziedler haben dazu mit Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) über neue Impulse für Europa und den auch nach Deutschland zurückgekehrten Nationalismus gesprochen. Wolfgang Schäuble (76) ist seit 2017 Präsident des Deutschen Bundestags. Der CDU-Politiker gehörte von 1984 bis 1991 und von 2005 bis 2017 der Bundesregierung an. Er war unter anderem Innen- und Finanzminister.
BZ: Herr Schäuble, Sie sind im Ortenaukreis aufgewachsen, der an Frankreich grenzt und heute noch Ihre Heimat ist. Erinnern Sie sich noch an Ihr erstes deutsch-französisches Erlebnis?
Schäuble: In meiner Schulzeit in den fünfziger Jahren haben wir den Kriegsgräberfriedhof Bärenstall im Elsass besucht. Das war meine erste Grenzüberschreitung.
BZ: Und Ihr schönstes Erlebnis im Zusammenhang mit Frankreich?
Schäuble: Da gibt es zum Glück einige. Besonders berührt hat mich, dass ich vergangenes Jahr eine Rede vor der Nationalversammlung in Paris halten durfte. Und ich war der erste deutsche Minister, der an einer französischen Kabinettssitzung teilnehmen durfte. Solche Dinge sind aber nicht entscheidend - entscheidend war zum Beispiel Präsident Charles de Gaulles Rede an die deutsche Jugend.
BZ: Hat der neue Élyséevertrag, der am Dienstag in Aachen unterzeichnet wird, das Zeug dazu, in eine Reihe mit solch wichtigen Wegmarken der deutsch-französischen Freundschaft gestellt zu werden und auch eine neue gesamteuropäische Dynamik auszulösen?
Schäuble: Europa braucht die integrative Rolle von Frankreich und Deutschland – mit dem Brexit wird Großbritannien keine führende Kraft der ...

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