Freiburger Musik-Triumph in München: Die Oper "Das geopferte Leben"

Alexander Dick

Von Alexander Dick

Do, 22. Mai 2014

Theater

Freiburger Uraufführung bei der Münchener Biennale: Hèctor Parras Oper "Das geopferte Leben".

Er steht plötzlich im Raum, der Mann, der keinen Namen hat. Einfach so. "Erkennt ihr mich? Wisst ihr, wer ich bin?", fragt er die beiden Frauen, die das Libretto als seine Mutter und seine Frau, exakter müsste es heißen: seine Witwe, ausweist. Er ist zurückgekehrt aus dem Jenseits, und wie jener Jesus von Nazareth, der es ihm gleich getan haben soll, sagt er: "Also fürchtet mich nicht." Und wie reagiert die Mutter darauf? "Was tust du hier? Was hast du mit deinem Tod gemacht?" Glück fühlt sich anders an.

Eine groteske Situation, die Ausgangslage von Hèctor Parras Kammeroper "Das geopferte Leben". Der Mann hier steigt nicht hinab in die Unterwelt wie Orpheus. Er selbst kehrt von dort zurück – eine Art Auferstehungsgeschichte. Doch nicht er spricht die Jesus-Worte "Noli me tangere – Du sollst mich nicht berühren" aus, die Frauen sind es, die unberührt wirken, die mit der Situation des ...

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