Die liebe Not mit den Zebrastreifen

skk

Von skk

Di, 01. Oktober 2019

Hüfingen

Antrag ist gescheitert.

HÜFINGEN (jak) Ist es sinnvoll, dass Hüfingen am Aktionsprogramm "Sichere Straßenquerung" teilnimmt? Ja sagt die BFSO/Grünen-Fraktion, die einen entsprechenden Antrag gestellt hat. Nein sagt die Verwaltung, die sich mit dem Thema anschließend beschäftigt hat.

Die Stadt habe zwar in den vergangenen Jahren in vielen Bereichen versucht, Zebrastreifen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit zu bekommen. "Oft scheiterte das an einer sehr restriktiven Praxis der Behörden", heißt es im Antrag der BFSO/Grünen-Fraktion, die in dem Programm, das der Landes-Verkehrsminister Winfried Hermann initiiert hat, die Chance sieht, dass sich das ändern könnte.

Ganz anders sieht man das im Rathaus. Das Programm sei eher für Kommunen gedacht, die sich noch nicht damit auseinandergesetzt hätten, wo sie Fußgängerüberquerungen schaffen könnten. Das Aktionsprogramm solle Kommunen bei der Erarbeitung eines Konzeptes unterstützen. Der Ablauf sei vergleichbar mit dem Fußverkehrscheck, bei dem Hüfingen im Jahr 2015 als Modellgemeinde ausgewählt wurde und seine ganz eigenen Erfahrungen gemacht hat. "Damals kamen viele Vorschläge und es gab auch eine Bürgerbeteiligung. Das Ganze hatte ein großes Frustrationspotenzial", so Bürgermeister Michael Kollmeier. Denn von den vielen Wünschen und Anregungen waren nicht wirklich viele tatsächlich umsetzbar. Und auch beim Programm "Sichere Straßenquerung" bestünde die Gefahr, dass den Bürgern der Eindruck vermittelt werde, dass plötzlich eine Vielzahl von Fußgängerüberwegen eingerichtet werde. "Am Schluss gilt immer noch Bundesrecht und daran scheitern viele Wünsche", so der Bürgermeister.

Den Aufwand könne man der Verwaltung, die sowieso an der Kapazitätsgrenze sei, ersparen. Viel eher sollten die bereits vorliegenden Wünsche noch einmal geprüft werden. Denn die Vorgaben seien gelockert worden und so wäre vielleicht doch der eine oder andere Zebrastreifen, der in der Vergangenheit abgelehnt worden sei, nun möglich. "Ich will keinen Wettbewerb. Ich will vorankommen", erklärt der Bürgermeister.