Die Magie des letzten Spiels

Matthias Konzok

Von Matthias Konzok

Mi, 18. Mai 2022

Rollhockey

Rollhockey-Zweitligist RSV Weil sichert souverän den Klassenerhalt.

Es war eine vermeintlich kleine Geste, aber umso größer in ihrer Wertschätzung. Zum Saisonfinale streifte Felix Furtwängler seine Kapitänsbinde seinem Teamkollegen Frank Werner über. Der bestritt am Samstag seine letzte Partie für das Rollhockeyteam des RSV Weil. "War es die Magie des Spiels? Oder der Kapitänsbinde?", fragte sich Furtwängler, denn Frank Werner gelang so ziemlich alles. Dreimal traf er beim 12:1-Erfolg gegen den HC Münsingen, "und er hat seine Tore immer angesagt", merkte Furtwängler an. Für Frank Werner war es der perfekte Abschied, der 34-Jährige wird künftig eventuell noch bei den Alten Herren mitwirken oder auch mal im Training die Rollschuhe schnüren.

Ebenso konnte der RSV seiner letztlich enttäuschenden Saison in der schweizerischen Nationalliga B noch ein positives Ende verleihen. "Wir waren weit unter unseren Möglichkeiten", resümierte Furtwängler das Verpassen der Top Vier und somit der Playoffs. In den Playouts mussten die fünftplatzierten Weiler um den Klassenerhalt kämpfen. Angesichts der deutlichen Qualitätsunterschiede aber "war uns klar, dass wir dort fehl am Platz sind". Diesen Anspruch untermauerte der RSV in der Best-of-three-Serie gegen den HC Münsingen, mit 9:0 und 12:1 ließ man dem Hauptrunden-Schlusslicht nicht den Hauch einer Chance.

Im letzten Hauptrundenspiel habe man mit dem 7:2-Sieg gegen den RC Uttigen (3.) "gezeigt, dass wir in das Playoff-Feld gehören", sagte Furtwängler. Nun wolle man zur Saison "Abstand reinbringen", wobei weiterhin gemeinsame Teamaktivitäten vorgesehen sind. Auch sind Teilnahmen an Vorbereitungsturnieren für die neue Runde in Planung. Neben Frank Werner wird Max Dittrich ab Herbst studienbedingt nicht mehr zur Verfügung stehen. Und es ist fraglich, ob Rainer Brinker sein Traineramt weiterführen wird. Falls nicht, müssen die Weiler einen neuen Coach hinter der Bande hervorzaubern.

Tore: 1:0 M. Werner (8.), 2:0 Furtwängler (11.), 3:0 Schmidle (17.), 4:0 Winkler (23.), 5:0 Schmidle (30.), 5:1 Weber (33.), 6:1 Schmidle (33.), 7:1 F. Werner (39.), 8:1 Winkler (40.), 9:1 F. Werner (41.), 10:1 Bross (43.), 11:1 F. Werner (46.), 12:1 Bross (46.).